Roger Schawinski greift Sommaruga an

UKW-Abschaltung - Nach dem Referat von Bakom-Direktor Bernard Maissen am SwissRadioDay meldet sich der Medienpionier zu Wort. Die Abschaltung von UKW per Ende 2024 bezeichnet er in einem persoenlich.com-Blog als «Schurkenstück».

Bakom-Direktor Bernard Maissen hat am SwissRadioDay vom Donnerstag deutliche Worte gewählt, da waren sich die Besuchenden des Branchentreffens einig. Er ermunterte nicht nur die Sender, ein gutes Programm zu machen, um gehört zu werden, sondern drohte auch mit Sanktionen, sollte ein Radiosender nach dem UKW-Aus Ende 2024 noch weitersenden (persoenlich.com berichtete).

Medienunternehmer Roger Schawinski reagierte nun mit einer Replik auf Maissens Keynote. «Dies ist ein grotesker Rückfall in die Radiosteinzeit», so beginnt sein Blogbeitrag auf persoenlich.com. «Bakom-Chef Bernard Maissen will ein wichtiges nationales Gut, die von der Schweiz international hart erstrittenen UKW-Frequenzen, in seinen ‹Kellern gut einlagern›.» Dieser Vergleich mit Wein sei völlig verunglückt, kritisiert Schawinski.

«1979 stieg ich auf den Pizzo Groppera, um mit Radio 24 das Radiomonopol der SRG zu brechen. 2025 wird die Situation wieder ganz ähnlich sein», schreibt der Radio-1-Geschäftsführer weiter. Er beendet sein Plädoyer pro UKW mit den Worten: «Dass dies alles unter der Ägide der langjährigen ehemaligen Konsumentenschützerin Simonetta Sommaruga geschieht, setzt diesem Schurkenstück die Krone auf.» (cbe)