06.10.2020

Massiver Umbau

RTS baut 65 Vollzeitstellen ab

Das Westschweizer Fernsehen will in den nächsten vier Jahren 15 Millionen Franken sparen. Bis im Jahr 2021 soll es keine Kündigungen geben.
Massiver Umbau: RTS baut 65 Vollzeitstellen ab
Ab 2022 können Kündigungen nicht ausgeschlossen werden: Ein Mann bei RTS an der Arbeit. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)

Das Westschweizer Fernsehen RTS streicht bis im Jahr 2024 zwischen 50 und 65 von insgesamt 1518 Vollzeitstellen. Aufgrund der schwierigen Situation auf dem Westschweizer Medienmarkt wegen der Corona-Pandemie will RTS im Jahr 2021 auf Kündigungen verzichten.

In den Jahren 2022 bis 2024 könnten Kündigungen aber nicht ausgeschlossen werden, schrieb RTS am Dienstag in einer Mitteilung. Das Unternehmen will in den nächsten vier Jahren 15 Millionen Franken sparen. Der starke Rückgang der Werbeeinnahmen im ersten Halbjahr 2020 und der stetige Rückgang der kommerziellen Einnahmen der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) in den letzten Jahren wirkten sich auf die RTS im Umfang von 10 Millionen Franken aus.

Im kommenden Jahr erwartet RTS noch keine Auswirkungen. Ab 2022 sollen dann die Kosten gesenkt und Programme angepasst werden. Zudem sollen neue digitale Formate und Angebote für das jüngere Publikum entwickelt werden. Genauere Angaben machte RTS nicht.

Am Dienstag gaben auch das Deutschschweizer Radio und Fernsehen SRF und das italienischsprachige Pendant RSI ihre Sparpläne bekannt. (sda/wid)



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