Der Zürcher Schriftsteller und Journalist Ernst Solèr ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 48 Jahren an Krebs, wie seine Familie mitteilte. Solèr wurde vor allem als Krimiautor bekannt. Dreimal schickte er in den vergangenen Jahren seine Figur "Fred Staub", einen Hauptmann der Zürcher Kantonspolizei, auf Erkundungstour durch die Grossstadt. Solèrs letztes Buch "Staub im Schnee" erschien im Februar.
Ende der 90'er Jahre machte er mit "Quotenblut" auf sich aufmerksam. In dem Buch wird der Anführer einer rechten Partei namens VPS von Journalisten niedergestreckt. Solèr schrieb mehrfach über das TV-Milieu, in dem er sich als ehemaliger Redaktor des Schweizer Fernsehens gut auskannte.
Er hatte unter anderem für die Sendungen "10 vor 10", "Kidz" und "Grell Pastell" gearbeitet. Ab 1999 widmete sich Solèr dem Schreiben und veröffentlichte Reportagen und Geschichten etwa in "Cash", "Tages-Anzeiger", und "Beobachter". Er gewann einen Medienpreis für Finanzjournalisten sowie mehrere Auszeichnungen für Kurzgeschichten. (sda)

