Mehrere Schweizer Journalisten, die vor Ort aus Japan berichteten, versuchen gegenwärtig, das Land zu verlassen. Das Schweizer Fernsehen (SF) hat seinen Mitarbeitern empfohlen, die Landesgrenze möglichst rasch zu passieren.
China-Korrespondentin Barbara Lüthi versuche, nach Akita, einer Stadt im Nordwesten Japans, zu gelangen. Von dort aus wolle sie Japan mit einem Flieger verlassen, sagte Tristan Brenn, stellvertretender Chefredaktor und Nachrichtenchef, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda am Dienstag.
Harry Stitzel, Produzent und Redaktor bei "Schweiz aktuell", sei am Samstag mit einem Schweizer Rettungsteam nach Japan geflogen und nach Tome gereist. Als sich das deutsche Rettungsteam, das ebenfalls in Tome weilte, entschieden habe, ausser Landes zu reisen, habe sich Stitzel ihnen angeschlossen. Der Redaktor ist derzeit unterwegs nach Misawa im Nordosten von Japan, um von dort aus ein Flugzeug weg von Japan zu nehmen.
Vorerst im Land bleiben dagegen Christoph Wanner und Thomas Stalder. Letzterer ist Redaktor bei der "Tagesschau" und weilt in den Ferien in Japan. Er befindet sich gemäss Brenn 250 Kilometer von Tokio entfernt in Nagoya. Wanner ist als freier Journalist für SF tätig und unterwegs nach Osaka.
Diesen Ort will auch "Tages-Anzeiger"-Korrespondent Christoph Neidhardt erreichen. Der zweite Korrespondent des "Tages-Anzeigers", der wie Neidhardt auch für die "Süddeutsche" aus Japan berichtet, werde demnächst nach China ausreisen, sagte Christoph Zimmer, Mediensprecher bei Tamedia.

