12.11.2020

20 Minuten

Serviceboxen zu Stalking, Mobbing oder Rassismus

Nebst Berichten über Suizid, veröffentlicht das Medium nun bei über 30 anderen Themen Informationsboxen. Neu gibt es eine Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich.
20 Minuten: Serviceboxen zu Stalking, Mobbing oder Rassismus

20 Minuten setzt seit 2016 konsequent eine Servicebox bei allen Berichten rund um das Thema Suizid ein. Diese Box umfasst Informationen zu verschiedenen Hilfsangeboten und Informationsstellen für Personen, die selbst suizidgefährdet sind, einen nahestehenden Menschen durch Suizid verloren haben oder Menschen helfen wollen, die über einen Suizid nachdenken.

Nun wird dieses Engagement für potenziell hilfesuchende Leserinnen und Leser verstärkt, wie es in einer Mitteilung heisst. In Zusammenarbeit mit führenden Schweizer NGOs, Stiftungen, Fachstellen und Verbänden hat die Redaktion unter der Projektleitung von Zora Schaad und Remo Schraner (Ressort Story) entsprechende Serviceboxen zu einer Vielzahl anderer Themen, wie beispielsweise Stalking, Essstörungen, Mobbing, Obdachlosigkeit oder Rassismus erstellt. Diese Boxen werden ab sofort sowohl online, in Videos wie auch in der Zeitung bei Beiträgen zu den entsprechenden Themen publiziert.

«Wir möchten unsere soziale Verantwortung wahrnehmen und unsere Leserinnen und Leser in schwierigen Lebenssituationen bestmöglich unterstützen. Als Medium können wir das am besten durch die Vermittlung von Information. Daher bieten wir die Serviceboxen mit Hilfsangeboten nun bei 35 Themen an», wird Gaudenz Looser, Chefredaktor 20 Minuten, zitiert.

Tägliche Tipps für die psychische Gesundheit

Ab Ende November wird 20 Minuten in Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich im Print und Online praktische Tipps zum mental gesunden Umgang mit der Coronakrise publizieren. Die Tipps werden Themen wie Schlafstörungen, Sucht oder Depression im Zusammenhang mit der Pandemie umfassen.

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Susanne Walitza, Kinder- und Jugendpsychiaterin, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich: «Die plötzliche reale Bedrohung des Corona-Virus hat Ängste und Sorgen aufflammen lassen, zudem hat der Lockdown mit all den Einschränkungen des Lebens enorme psychische Belastungen für viele mit sich gebracht. Vor allem bei depressiven Jugendlichen haben sich die Symptome tendenziell verstärkt.»

Kurs «Erste-Hilfe-Gespräche über Suizidgedanken»

Bereits im Oktober bot 20 Minuten zusammen mit Ensa, einem Programm der Stiftung Pro Mente Sana, das auf erste Hilfe für psychische Gesundheit spezialisiert ist, erstmals den Kurs «Erste-Hilfe-Gespräche über Suizidgedanken» an. Der kostenlose Kurs ermöglichte es zehn Leserinnen und Lesern zu lernen, wie man Menschen mit Suizidgedanken akut helfen kann.

«Jedes Jahr hat über eine halbe Million Menschen in der Schweiz Suizidgedanken – wenn wir alle ‹Erste Hilfe› leisten könnten, gäbe es weniger als die aktuell 33‘000 Suizidversuche und weniger als 1000 Tote pro Jahr», wird Roger Staub, Geschäftsleiter der Stiftung Pro Mente Sana, zitiert. (pd/wid)



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