Severin Beat Coninx war Facharzt für Innere Medizin, Onkologie und Hämatologie. Er arbeitete jahrzehntelang als Onkologe am Berner Lindenhofspital, wo er sich auf die Behandlung von Krebserkrankungen spezialisierte. Mit 34 Jahren erkrankte er laut der Zeitung Bund selbst an Zungenkrebs, den er nach fünf Jahren überwand.
Coninx hielt 13,2 Prozent der Aktien an der TX Group und war damit deren grösster Einzelaktionär. Er gehörte der Gründerfamilie des Medienunternehmens an, das 1893 von seinem Urgrossvater als «Tages-Anzeiger für Stadt und Kanton Zürich» gegründet wurde. Er war von 1978 bis 1992 Mitglied des Verwaltungsrats der Tages-Anzeiger für Stadt und Kanton Zürich AG, aus der die TX Group hervorgegangen ist.
In seiner Zeit als Verwaltungsrat trat Coninx wiederholt für publizistische Unabhängigkeit ein. Bekannt wurde insbesondere sein Rücktritt aus dem Gremium im Zusammenhang mit der Entlassung des damaligen Tages-Anzeiger-Chefredaktors Viktor Schlumpf. Coninx erklärte damals laut einer Meldung der Nachrichtenagentur SDA, mit diesem Entscheid sei «die publizistische Tradition des Hauses preisgegeben worden».
Die TX Group würdigt Severin Coninx in einer am Freitag erschienen Todesanzeige: «Die Publizistik war ihm ein grosses Anliegen. Er hat die Weiterentwicklung der Gruppe stets mit Wohlwollen und grosser Verbundenheit unterstützt.» Die Trauerfeier findet am 13. Februar 2026 in Bern statt. (cbe)

