SGB und weitere Gewerkschaften sagen Ja

Medienförderung - Der Gewerkschaftsbund (SGB), die Mediengewerkschaft Syndicom und das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) sind für das Medienpaket. Es stärke den medialen Service Public und sichere die Qualität im Journalismus, so die Begründung.

Das Paket ermögliche Investitionen in den Journalismus und die lokalen Redaktionen, teilten die Gewerkschaften am Dienstag mit. Ein Nein zu dieser Abstimmungsvorlage würde die nationale Medienpolitik über Jahre blockieren und der «Verödung der Medienlandschaft weiter Vorschub leisten». Insbesondere soll damit ein Verlust an Vielfalt bei lokalen und regionalen Medien verhindert werden.

Es brauche eine öffentliche Medienförderung, damit diesem Trend Einhalt geboten werden könne. Nur so lasse sich die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Medien stärken.

Aus- und Weiterbildung fördern

Zudem schütze Qualitätssicherung im Journalismus vor Fake News. Hier seien die Förderung der Aus- und Weiterbildung von Journalistinnen und Journalisten wie auch der Basisdienst der Nachrichtenagentur Keystone-SDA und die medienethische Grundlagenarbeit des Presserats von elementarer Bedeutung.

Aber auch die Arbeitgeber seien gefordert. Sie sollen in ihr Personal investieren und zusammen mit den Mediengewerkschaften für faire Arbeitsbedingungen sorgen, hiess es weiter. Da das Medienpaket eine Pflicht zur Verhandlung eines Gesamtarbeitsvertrages beinhalte, würden sich auch bei der Frühzustellung die Arbeitsbedingungen verbessern.

Auch JJS ist für das Medienpaket

Nicht zuletzt sorge das Medienförderungspaket dafür, dass auch Mächtigen und Vermögenden kritisch auf die Finger geschaut werde, so die Gewerkschaften.

Auch der Verein Junge Journalistinnen und Journalisten Schweiz (JJS) sagt Ja zur Medienförderung, wie es in einer Mitteilung heisst: «Eine Annahme des Massnahmenpakets zugunsten der Medien stärkt die Perspektiven von jungen Medienschaffenden und sichert Ausbildungsplätze». JJS schliesse sich dem Komitee «Ja zur Medienvielfalt» an. Die Ja-Parole wurde bereits eine Woche zuvor an einem Podium verkündet (persoenlich.com berichtete).

Am 13. Februar 2022 entscheiden die Stimmberechtigten, ob der Bund die Medien in der Schweiz zusätzlich fördern soll. (sda/tim)