20.12.2018

Wissen für alle

Stiftung fördert Wissenschaftsjournalismus

In Basel wurde die gemeinnützige Stiftung «Wissen für alle» gegründet. Manuel Puppis, Christian Burger und Chris Baur sind im Stiftungsrat. Die Idee dazu hatte Beat Glogger, Gründer von Higgs.ch. Sein Portal könnte vom Geld profitieren.
von Edith Hollenstein

Das Stiftungskapital beträgt 70'000 Franken, wie Stiftungspräsident Christian Burger auf Anfrage von persoenlich.com erklärt. Alle Gründer (siehe Foto unten) hätten diesen Betrag zu ihren Anteilen eingebracht.

Mit der neuen gemeinnützigen Stiftung wollen sie «den Wissenschaftsjournalismus in der Schweiz langfristig unterstützen und seine Unabhängigkeit erhalten». «Wissen für alle» soll gezielt Projekte fördern, die der Wissensvermittlung an eine breite Bevölkerung dienen», so Burger. Erstes Ziel sei jedoch, weitere dafür benötigte Mittel zu akquirieren. Er ist überzeugt, dass dies mit der neu gegründeten Stiftung gelingen wird, denn sie sei nicht nur gemeinnützig, sondern auch steuerbefreit.

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Die Stiftung «Wissen für alle» nimmt ab Sommer 2019 Unterstützungsgesuche entgegen von freien Wissenschaftsjournalisten. Es werde eine entsprechende Ausschreibung lanciert.

Ein Kandidat für Geld aus dieser Stiftung ist das Wissensmagazin Higgs.ch. Das ist aber derzeit kein Thema, vorerst finanziert sich Higgs.ch selber, wie Gründer Beat Glogger auf Anfrage erklärt. «Wir haben genügend Geld und eine weitere Vorinvestition von Scitec-Media, um 2019 zu bestreiten». Wenn es der Stiftung aber gelinge, gut zu akquirieren, könne Higgs.ch ein Projekt eingeben und gefördert werden, so Glogger.

«Das Baby ist nun selbständig»

Die Stiftung «Wissen für alle» ist nämlich seine Idee. «Ich habe die Fondateurs zusammengetrommelt, ich habe zusammen mit Michael Baumann die Gründungsurkunde ausgearbeitet und war bei der Gründung auch persönlich dabei», sagt Glogger gegenüber persoenlich.com. Nun aber habe er nichts mehr zu sagen: «Das Baby ist nun selbständig». Die Stiftung sei unabhängig von Higgs.ch. Sie werde den Wissenschaftsjournalismus allgemein und eine Plattform wie Higgs im Speziellen unterstützen. Und: «Sie überwacht uns aber auch», so Glogger.

Er betont, dass er kein Geld in die Stiftung eingeschossen habe und nicht im Stiftungsrat vertreten sei. «So gesehen habe ich mir einen Chef vor die Nase gesetzt. Aber das wollte ich so, damit wir uns nie den Vorwurf gefallen lassen müssen, ich betreibe Vetternwirtschaft», sagt Glogger. Er werde einzig in der Jury sein, die «die Gesuche an die Stiftung prüft und dabei sicherstellen muss, dass die geförderten Projekte auch auf Higgs.ch stattfinden».



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