Das Onlinemagazin stellt per 1. Oktober einen besonderen Service ein: das Einsprechen von Artikeln durch professionelle Sprecherinnen und Sprecher. Dieser Dienst wurde vor zwei Jahren eingeführt (persoenlich.com berichtete). Neu nutzt die Republik synthetische Stimmen. «Sie lösen die vertrauten acht Sprecherinnen ab», heisst es in einer «Würdigung». Die neuen synthetischen Stimmen kopieren weder bestehende, reale Personen noch wurden sie auf Basis der bestehenden Sprecherinnen und Sprecher trainiert, heisst es auf Anfrage.
«Dass wir von den Sprecher:innen auf eine synthetische Stimme umstellen, hat hauptsächlich finanzielle Gründe», so Republik-Geschäftsführerin Katharina Hemmer. «Wir mussten in diesem Geschäftsjahr Wege finden, das Budget nochmals etwas zu verkleinern, und haben uns deswegen unter anderem dafür entschieden, im Audio-Bereich auf journalistische Inhalte zu fokussieren und die Kosten für reine Hörversionen deutlich zu senken.» Offenbar mit Erfolg: Am Mittwoch teilte die Republik AG mit, dass das siebte Geschäftsjahr «voraussichtlich nahe an einer schwarzen Null» abgeschlossen werden könne.
Den Abonnentinnen und Abonnenten – bei der Republik Verlegerinnen und Verleger genannt – wurde vorab eine Auswahl möglicher Stimmen vorgelegt. Auf der Basis der Voten wurde der Entscheid für die nun eingesetzten Stimmen getroffen. «Natürlich fällt vielen Verleger:innen der Abschied von den Sprecher:innen genauso schwer wie uns in der Crew. Gleichzeitig ist aber auch Verständnis vorhanden für die Notwendigkeit des Entscheids und den Fokus auf journalistische Inhalte», so Hemmer weiter. Immerhin habe sich die Qualität synthetischer Stimmen seit dem Start der Republik signifikant verbessert.
Am Mittwoch startete die Republik ausserdem eine Awareness-Kampagne, um weitere Leserinnen und Leser zu gewinnen. (cbe/nil)