14.01.2022

NZZ

Urs Bühler wechselt zur NZZaS

Der Feuilleton-Journalist arbeitet ab März für das neue Digitalmagazin der NZZ am Sonntag. Die sonntägliche Schwester habe sich «offener und flexibler gezeigt», sagt er.
NZZ: Urs Bühler wechselt zur NZZaS
Nach 20 Jahren geht es von der NZZ zur NZZ am Sonntag: Urs Bühler. (Bild: zVg)

Nach 20 Jahren als Redaktor bei der NZZ wechselt Urs Bühler zur NZZ am Sonntag. Die Antwort auf die Frage nach dem Warum habe diverse Schichten, sagt er auf Anfrage, und führt aus: «Ich habe Lust auf Freiräume, die Luft für Unerwartetes schaffen. Und ich habe den Wunsch geäussert, nach zwanzig intensiven Jahren mit über 8000 Artikeln für diese tolle Zeitung ein bisschen durchzuatmen: Da hat sich die sonntägliche Schwester eindeutig offener und flexibler gezeigt.»

Ab März wird Bühler für das neue Digitalmagazin der NZZ am Sonntag tätig sein. «Im gleichen Haus so etwas wie Start-up-Atmosphäre in bewährtem Umfeld und einem wunderbaren Team zu schnuppern, ist eine schöne Perspektive», sagt er dazu. Er tauche in dieses frische Projekt vor allem als Kolumnist ein, dem eine Portion Humor zugestanden werde.

Bühler steigt mit einem 50%-Pensum ein. Das lasse ihm die Möglichkeit, sich für andere Aufgaben zu öffnen und daneben als freier Autor tätig zu sein – unter anderem für die NZZaS-Print-Ausgabe und für die NZZ.

Urs Bühler arbeitet seit 2002 bei der NZZ. Er war 19 Jahre lang Lokalredaktor und zuletzt ein Jahr lang als Redaktor im Feuilleton verantwortlich für Filmthemen. (wid) 

 



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Kommentare

  • Peter Eberhard, 17.01.2022 09:36 Uhr
    Ein herber Verlust für die Leser der Werktags-NZZ. Handkehrum kann das schampar zeitgeistige Wochenendheftli der NZZaS damit nur besser werden. Was ist los beim Feuilleton der NZZ, Herr Neff?
  • Andreas Honegger, 15.01.2022 17:23 Uhr
    Zu Urs Bühlers Abgang bei der NZZ Dass Urs Bühler die NZZ als vollamtlicher Redaktor verlässt – auch wenn er dem Unternehmen in anderen Funktionen offenbar erhalten bleibt – ist gelinde gesagt ein Schock für seine Kollegen und seine Leser. Er ist eine der wenigen „Edelfedern“ im Schweizer Journalismus, ein Mensch der ebenso gewandt schreiben wie denken kann und der kaum je ohne eine Prise Ironie und Humor in die Tasten griff. Jeden Morgen suchten seine „Fans“ – und davon kenne ich unzählige – die Zeitung nach Artikeln von ihm ab, und wir wurden selten enttäuscht. Fast immer fanden sich sogar mehrere Werke von ihm: Kleine Vignetten zum Alltag, fundierte, spannende Gastrokritiken, grossartige Beschreibungen von Filmen, die auch die eingefleischtesten Kinomuffel wieder mal vor die Leinwand zwangen, oder seitenlange, nie langweilige Betrachtungen zu Zeitgeist- und Lebensfragen. Natürlich stellte sich bei seinen Freunden und Kollegen die Frage, ob er bei dieser immensen Produktion nicht irgendwann einmal an Leistungsgrenzen stossen würde oder „ausgebrannt“ sein könnte. Aber nie zeigten sich dafür Symptome: Er ist zu sehr in seinem Journalistendasein aufgegangen und liebt den Umgang mit dem Medium der Sprache zu sehr, um sich irgendwo einen Qualitätseinbruch zu leisten. Und selbst seine kurzen Auszeiten im Archipel der süditalienischen Inseln, hat er wieder als Inspiration genutzt zu Gunsten der Leser der NZZ. Statt „ausgebrannt“ ist Urs Bühler nun gewissermassen „durchgebrannt“, und es ist ausgesprochen bedauerlich und schwer zu verstehen, dass die Verantwortlichen der Zeitung nicht Mittel und Wege finden konnten, den Lesern der Zeitung diesen vielseitigen Ausnahmejournalisten zu erhalten. Andreas Honegger, Zollikon

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