Weltwoche-Verlagsleiterin Uli Rubner hat am Donnerstag eine schriftliche Zwischenbilanz gezogen. Am 8. Mai war der Titel neu als Zeitschrift lanciert worden. Mit der Entwicklung im Lesermarkt sei sie hoch zufrieden, so Rubner: "Wir hatten eigentlich für das erste Jahr nach dem Relaunch mit erhöhten Abgängen gerechnet". Diese sollten durch eine forcierte Akquisition von Neuabonnenten kompensiert werden, mit dem Ziel, die Auflage stabil zu halten. Schon heute könne sie aber sagen, dass diese Zielsetzung deutlich übertroffen wurde.
Die bestehenden Abonnenten hielten der Weltwoche gemäss Rubner die Stange. Die Fluktuationsrate sei viel geringer als erwartet. Die Akquisition von Neuabonnenten und die Umwandlung der Testabos in bezahlte Abos verliefen weit besser als prognostiziert. Die Kioskverkäufe stiegen im Mai auf das Fünffache der üblichen Zahlen. Seit dem Juni würden sich die Verkäufe auf etwa plus 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr einpendeln.
Rubner: "Diese ersten Trendmeldungen erlauben bereits einen Ausblick auf die nächste Beglaubigung im Frühjahr 2003: Wenn sich die heutigen Entwicklungstendenzen bis Ende Jahr fortsetzen, rechnen wir mit einem Auflagesprung von mindestens 3000 Exemplaren (Vorjahres-Beglaubigung: 84'957 Exemplare)". Die verbreitete Auflage der Weltwoche liegt derzeit bei über 100'000 Exemplaren. Für den Herbst sind zusätzlich diverse Promotionen mit hohen Zusatzauflagen bis zu 45'000 Exemplaren pro Woche geplant.
Rubner bedauert, dass die kommenden Mach-Zahlen die Weltwoche immer noch als Zeitung führe. Diese Werte würden die Fortschritte der Weltwoche nach dem Relaunch nicht reflektieren. Daher habe sie die WEMF beauftragt, eine Sondererhebung durchzuführen. Die entsprechenden Zahlen werden ab Ende November 2002 verfügbar sein. Aufgrund der oben erwähnten Auflageentwicklung und dank den höheren Leser-pro-Exemplar-Werten, die Magazine gegenüber Zeitungen in der Regel aufweisen, rechnet Rubner auch bei der Reichweite mit einem deutlichen Zuwachs.

