13.02.2021

Medienförderung

Verlegerpräsident unterstützt Medienpaket

Trotz Kritik an geplanter Onlineförderung stellt sich Pietro Supino hinter den bundesrätlichen Vorschlag.

Am Montag berät die Kommission des Nationalrats über das geplante Medienpaket, deren Schwerpunkt die künftige Ausgestaltung der indirekten Presseförderung wie der Onlineförderung ist. Im Verband Schweizer Medien kam es zuletzt zu Diskussion über die Holdingklausel, die unabhängige kleinere und mittlere Verlage gegenüber den Grossen übermässigt bevorzugt (persoenlich.com berichtete). Da dies im Widerspruch zur Haltung der grossen Verlage steht, gründeten die kleinen und mittleren Verlage eine Interessengemeinschaft (persoenlich.com berichtete). Nun scheint man sich im Verband Schweizer Medien gefunden zu haben.

«Ausbau ist dringend»

In einem Statement, das persoenlich.com vorliegt, stellt sich Verlegerpräsident und TX-Group-CEO Pietro Supino hinter den bundesrätlichen Vorschlag, wenn auch mit leichter Kritik: «Die Onlineförderung in der vorgesehenen Ausgestaltung beinhaltet weder Kriterien zur Förderung noch Anreize für Investitionen in Online Aktivitäten. Sie leistet darum keinen Beitrag zur digitalen Transformation des Journalismus. Es fehlt an einem Konzept dafür. Trotzdem spricht sich der Verband Schweizer Medien für das Medienpaket des Bundesrats aus, das einen Kompromiss darstellt. Zentral ist der Ausbau der bewährten indirekten Presseförderung. Er ist dringend, weil Zeitungen als die wichtigste Mediengattung für die demokratische Meinungsbildung durch die steigenden Preise der Post in ihrer Existenz gefährdet werden. Dazu beinhaltet das Paket sinnvolle Massnahmen zur Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Medienbranche. Diese können auch gemeinsame Initiativen der Medienhäuser wie die Log-In Allianz oder das ETH Media Technology Center begünstigen, die wichtig sind, um im Wettbewerb mit den globalen Anbietern zu bestehen.» (ma)



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Kommentare

  • Victor Brunner, 15.02.2021 08:41 Uhr
    Verständlich dass Supino die Medienförderung unterstützt, schliesslich möchte auch TA Media an die Honigtöpfe der SteuerzahlerInnen. An sich ein unglaublicher Vorgang, den Markt ausschalten wie bei der Landwirtschaft. Die Medien kommen nicht mehr zu ihrem Geld durch guten Journalismus sondern durch lautes Jammern. Peinlich wenn im gleichen Hause die Abozeitung durch ein Gratisblatt konkurriert wird!
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