05.10.2015

NZZ

Würdigung von Werbepionier Rudolf Farner

Farner schrieb Schweizer Kommunikationsgeschichte.

In der neusten Ausgabe von "NZZ Geschichte" schreibt der Zürcher Historiker und NZZ-Inlandredaktor Marc Tribelhorn ein ausführliches Portrait über den Schweizer Werbepionier Rudolf "Fänsch" Farner. Farners Aufstieg zum Polit-Propagandisten des Bürgertums sei der Weg eines Tausendsassas, eines Chrampfers und Grossmauls, eines Lebemanns und Strategen, so "NZZ Geschichte".

1951 gründete Farner, der das PR-Business nach dem Krieg in den USA gelernt hatte, das "Pressebüro Farner" in Zürich, als Ergänzung zur damaligen Werbeagentur Farner (heute Publicis).  Farner wurde schon bald zum umstrittenen und bewunderten Aushängeschild der Branche. So warb der promovierte Jurist für Coca-Cola, Maggi und Marlboro. Daneben beriet Farner die Zürcher Hochfinanz, den Freisinn, Bundesräte oder die Schweizer Armee. Der bekannte Schriftsteller Walter Matthias Diggelmann verewigte ihn in seinem Roman "Das Verhör des Harry Wind", seine Beerdigung 1984 beschrieb Niklaus Meienberg in einem aufsehenerregenden WoZ-Artikel. Die Anzahl der Todesanzeigen füllten in der NZZ drei Seiten, was nicht einmal General Guisan geschafft habe. (ma)


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