30 Millionen Franken für private Radio- und TV-Veranstalter, 12,5 Millionen Franken für indirekte Presseförderung, 10 Millionen Franken für die Nachrichtenagentur sowie 5 Millionen Franken für grössere Tages- und Wochenzeitungen – so sah das erste Notpaket für die Medien aus, das im Mai 2020 vorgestellt wurde (persoenlich.com berichtete). Nun hat die Konsumentenzeitschrift Saldo beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) Zahlen angefordert.
Laut dem Bericht hätten 147 Zeitungen 10,2 Millionen Franken in den sechs Monaten von Juni bis November 2020 erhalten. Spitzenreiter sei der Blick mit 978'604 Franken, gefolgt von der NZZ mit 431'403 Franken und dem Tages-Anzeiger mit 375'534 Franken. «Sogar Roger Köppels staatskritische Weltwoche nahm 154'655 Franken vom Bund entgegen», heisst es im Saldo-Artikel.
SVP-Nationalrat @KoeppelRoger wettert gerne gegen den Staat - macht bei Subventionen für die @Weltwoche aber die hohle Hand beim Steuerzahler.
— Marc Meschenmoser (@MMeschenmoser) November 24, 2021
Er bezog 154‘655 Fr. Corona-Hilfe.
Die exklusive Liste, welches Medium wieviel Geld vom Bund nimmt @jdsauter https://t.co/bnR60jfE3u pic.twitter.com/aqF6IGUzd1
Im erwähnten Zeitraum seien 45 Prozent der Corona-Gelder für Zeitungen an die vier grossen Verlagshäuser Tamedia, CH Media, Ringier und NZZ geflossen. So habe Tamedia insgesamt 2 Millionen Franken erhalten, CH Media 1,1 Millionen Franken, Ringier 984'000 Franken und die NZZ 447'000 Franken.
Der Bundesrat hat die Unterstützung für Zeitungen bereits zweimal verlängert. Sie läuft mindestens bis Ende Jahr. Insgesamt genehmigte der Bund laut Saldo Pressesubventionen von 38 Millionen Franken. Hinzu kämen inzwischen 60 Millionen Franken für die privaten Radio- und TV-Sender sowie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA. (cbe)
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26.11.2021 11:26 Uhr
24.11.2021 13:48 Uhr

