10.09.2004

media coffee

"PR muss emotionaler und ehrlicher werden"

"PR-Trends 2010 -- wohin steuert die Kommunikation?".

Die PR von morgen sollte emotionaler und ehrlicher werden, so das Fazit des jüngsten media coffees der dpa-Tochter news aktuell. Über 200 Journalisten, Pressesprecher und PR-Profis diskutierten am Donnerstagbend im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main über das Thema "PR-Trends 2010 -- wohin steuert die Kommunikation?".

Prof. Dr. Lothar Rolke von der Fachhochschule Mainz stellte in einer Keynote seine Definition von PR vor. "PR ist die gesellschaftlich lizensierte Möglichkeit zur Mitgestaltung öffentlicher Meinung", so Rolke. Er forderte deshalb, dass regelmässiger in die PR-Forschung investiert werden müsse. Nur so könne sich die PR langfristig aus dem Schatten des Marketings lösen.

Auch Stephan Fink, Geschäftsführer der PR-Agentur Fink & Fuchs Public Relations AG, ist der Meinung, dass gerade die Agenturlandschaft nachhaltig in die PR-Forschung investieren müsse. "Permanente Qualifikation für PR-Verantwortliche ist zwingend notwendig", meinte Fink.

Für Annette Milz, Chefredaktorin vom Medium Magazin, ist "ehrliche Partner-PR" die oberste Prämisse. Allerdings müsse an dieser Partnerschaft noch gearbeitet werden. "Journalisten sind nicht auf PR angewiesen", sagte Milz. Die Aufgabe von PR sei es vielmehr, Aufmerksamkeit für die Themen zu erregen, die den Leser interessieren.

Auf Ehrlichkeit setzt auch Prof. Dr. Dieter Weirich, der seit Anfang des Jahres die Unternehmenskommunikation der Fraport AG leitet. Public Relations solle "zu den Regeln des ehrbaren Kaufmanns" zurückkehren und mehr "Zivilcourage" beweisen. "Alle müssen sich mehr zutrauen und mit ihren Kommunikationsbotschaften das Herz treffen", forderte Weirich.

Dieser Aussage stimmte Christian Schubert, Leiter Corporate Communications der BASF AG, zu. "Die Kommunikation von Unternehmen muss simpler und emotionaler werden", so Schubert. Er sehe einen Trend weg von den Printmedien hin zu elektronischen Medien. "Das Fernsehen wird noch mehr an Bedeutung gewinnen, und dafür brauchen wir Gesichter, die das Unternehmen anfassbar machen", meinte Schubert.



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