«Aus der Not – und der Liebe zum Journalismus – eine Tugend machen»: So begründen Rahel Bains, Kathrin Veser und Miriam Walther ihren Schritt, eine Zeitung zu lancieren; Walther und Veser leiten das Theaterhaus Gessnerallee in Zürich, Bains ist Kommunikationschefin. Auf der Website des Theaters kann man bereits das Editorial lesen zur ersten Ausgabe der neuen Publikation, die ab der Spielzeit 2024/25 alle drei Monate erscheinen wird.
Die publizistische Aktivität ihres Theaters sehen die drei Frauen als Reaktion auf die Medienkrise. Den Redaktionen stünden immer weniger finanzielle Mittel für tiefgründigen und sorgfältigen Kulturjournalismus zur Verfügung, schreiben Bains, Veser und Walther. «Wir wollen Themen mit der notwendigen Sorgfalt setzen und die Debatte bereichernd fördern», heisst es im Editorial. Ihre Publikation diene unter anderem zum Teilen von Wissen, zum Benennen von kulturpolitischen Anliegen und als Mittel zur Förderung von Transparenz.
Das Leitungsduo und die Kommunikationschefin bringen breite Erfahrung im Mediengeschäft mit. So war Intendantin Miriam Walther bis 2022 Geschäftsleiterin des Onlinemagazins Republik und wurde 2021 als «Medienmanagerin des Jahres» ausgezeichnet. Kommunikationschefin Rahel Bains arbeitete 15 Jahre als Journalistin und Redaktorin des Tages-Anzeigers.
Das Theaterhaus Gessnerallee wird von Stadt und Kanton Zürich subventioniert und erhält projekt- und programmbezogene finanzielle Unterstützung von privaten Stiftungen sowie öffentlichen Institutionen. (nil)
Korrigendum: In einer ersten Fassung wurde Kommunikationschefin Rahel Bains der Leitung der Gessnerallee zugeordnet. Das trifft nicht zu. Geleitet wird das Theaterhaus von Kathrin Veser und Miriam Walther.