15.10.2018

Rod Kommunikation

«Der Gerichtsaal war nicht mein Metier»

Laura Zimmermann will es wissen: Die gelernte Juristin und Co-Präsidentin der Operation Libero wagt den Sprung in die Werbebranche. Gegenüber persoenlich.com verrät sie ihr berufliches Erfolgsrezept und wie sie über ihren neuen Arbeitgeber denkt.
Rod Kommunikation: «Der Gerichtsaal war nicht mein Metier»
Die 26-jährige Laura Zimmermann arbeitet seit dem 1. Oktober als Projektleiterin Campaigning/Amplification bei Rod Kommunikation. (Bild: zVg.)
von Anna Sterchi

Frau Zimmermann*, Sie haben Recht studiert und arbeiten nun bei Rod. Wie kommt es, dass eine Juristin in der Werbebranche landet?
Es kommt im Leben meist anders, als man denkt (lacht). Ich habe diese Neuorientierung überhaupt nicht geplant. Kommunikation macht mir einfach unglaublich viel Spass und als Juristin und Politaktivistin ist sie mein wichtigstes Arbeitsinstrument.

Welche Parallelen gibt es zwischen einem Gerichtssaal und einer Werbeagentur?
Der Gerichtssaal war auch während meiner Zeit als Juristin nicht mein Metier. Ich habe vor allem Verfassungsrecht gemacht. Ich denke, an beiden Orten muss man sein Gegenüber überzeugen können. Und zwar mit dem besten Argument in einem attraktiven Narrativ.

Verfassungsrecht tönt trocken.
Tatsächlich habe ich gemerkt, dass mir die Wissenschaft nicht so liegt. Ich brauche mehr Action, sonst wird es mir langweilig.

«Ich weiss, wie die Medien funktionieren»

Die Action haben Sie nun als Projektleiterin Campaigning/Amplification bei Rod. Geben Sie uns einen kleinen Einblick in Ihren Arbeitsalltag.
Die Arbeit ist unglaublich vielseitig. Vom Generieren einer Kampagnenidee, über Kundenmeetings, Recherchearbeiten bis hin zur PR-Arbeit: Es kommt alles vor. Amplification und PR ist aber klar der Schwerpunkt meiner Arbeit. Rod ist dafür ja auch bekannt.

Welches fachliche Know-how bringen Sie mit?
Ich weiss durch meine Tätigkeit bei der Operation Libero, wie man Öffentlichkeit herstellen kann, wie die Medien funktionieren und wie sich Kampagnen entwickeln.

In der Öffentlichkeit kennt man Sie als Co-Präsidentin von der Operation Libero. Wie hat das Rod-Team auf Ihr politisches Engagement reagiert?
Ich bekomme grosse Unterstützung von meinen Arbeitskolleginnen und -kollegen. So kann ich mein Engagement bei der Operation Libero weiter verfolgen, das ist ein grosses Privileg und überhaupt nicht selbstverständlich.

«Die Juristerei hilft, die Gesellschaft zu verstehen»

Wie werden Sie Ihre Mitarbeitenden für die Ideen von Operation Libero begeistern?
Das muss ich nicht. Rod ist progressiv, zukunftsfreudig und hat die Operation Libero auch immer mitgeprägt. David Schärer (Gründungspartner von Rod, Anm. der Red.) und ich kennen uns schon länger. Er ist im Vorstand der Operation Libero.

Und wie können Sie Ihr juristisches und politisches Know-how bei Rod einbringen?
Jus ist eine tolle Grundausbildung. Man lernt zu verstehen, wie unser demokratischer Rechtsstaat funktioniert und das strahlt tief in unseren Alltag hinein, ohne dass wir es vielleicht immer merken. Die Juristerei hilft, die Gesellschaft zu verstehen. Das ist ein grosser Vorteil, wenn man in der Kommunikationsbranche arbeitet. Dazu kommt: Kenntnisse im Verfassungsrecht dürften gerade in der politischen Kommunikation von Vorteil sein.

«PPM, CRP und ATL: Das hört sich momentan eher noch als Kryptowährung an»

Welches ist Ihr persönliches Highlight, seit Sie am 1. Oktober bei Rod angefangen haben?
Dass mir Rod bereits bei komplexen Kampagnen und wichtigen Kunden Verantwortung überträgt.

Was ist die grösste Herausforderung in Ihrem neuen Job?
Momentan fällt mir alles recht leicht und macht grossen Spass. Nur die Terminologie der Werbebranche unterscheidet sich schon stark von derjenigen der Rechtswissenschaften. PPM, CRP und ATL: Das hört sich für mich momentan eher noch als Kryptowährung an. Aber ich lerne zum Glück ja schnell.

Beschreiben Sie Ihr Team in drei Wörtern.
Einfach tolle Menschen.

«Man sollte einfach das tun, wofür man brennt»

Mit 26 Jahren haben Sie schon viel erreicht: Sie haben ein abgeschlossenes Jusstudium, waren das Gesicht der No-Billag-Kampagne, haben in der «Arena» mitdiskutiert und arbeiten nun für eine renommierte Werbeagentur.
Puh. So habe ich das noch gar nie angesehen. Für mich war es immer am wichtigsten, dass die Arbeit, die ich mache, einen Sinn ergibt und dass sie mir Spass macht. Bei Operation Libero kämpfen wir für das Chancenland Schweiz und haben noch Grosses vor. Man sollte einfach das tun, wofür man brennt, und keine Angst haben, im Leben auch mal einen neuen Weg einzuschlagen.

Haben Sie auch schon Ihren weiteren beruflichen Weg geplant? Verraten Sie uns Ihren nächsten Karrieresprung.
Ich bin sehr happy und freue mich unheimlich auf die Arbeit bei Rod. Es fühlt sich an, als wäre ich am richtigen Ort angekommen.




* Laura Zimmermann war bis vor kurzem wissenschaftliche Assistentin an der Universität Zürich am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht.



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