24.08.2025

Freundliche Grüsse

So werden Fans zu Stars

Der Schweizerische Fussballverband startet eine Digital-Kampagne für den Frauenfussball. Die Agentur macht dabei die Fans selbst zu Protagonisten. Nach der erfolgreichen Heim-EM soll der Schwung in die neue Saison der Axa Women's Super League übertragen werden.
Freundliche Grüsse: So werden Fans zu Stars

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) startet zum Saisonbeginn eine schweizweite Digital-Kampagne zur nachhaltigen Stärkung des Frauenfussballs. Die Kampagne stammt aus der Feder der Zürcher Agentur Freundliche Grüsse und setzt auf emotionale Nähe zwischen Liga und Publikum.

Nach der Heim-Europameisterschaft verzeichnet der Frauenfussball in der Schweiz eine erhöhte Präsenz. Der SFV möchte diese Aufmerksamkeit nutzen und den Schwung in die neue Saison übertragen. Das Kampagnenkonzept basiert auf einem Hero-Film, der die Liga als gesellschaftliche Bewegung darstellt und dabei die Fans selbst zu Protagonisten macht.

Der zentrale Claim «Wir spielen weiter» bildet das Fundament einer Textmechanik, die sportlichen Ehrgeiz mit gesellschaftlicher Relevanz verbindet. Die visuelle Umsetzung fokussiert auf authentische Alltagsmomente von Fans und richtet sich an eine junge Zielgruppe.

«Wir wollen uns einfach nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern müssen im Gegenteil neue Energie entfachen, damit es – eben – weiter geht», so Marion Daube, Direktorin Frauenfussball im SFV, in einem persoenlich.com-Interview.

Freundliche Grüsse arbeitet laut eigenen Angaben bereits seit 2014 für den Schweizer Frauenfussball. Damals sorgte die Agentur mit der Aktion «Begleitmänner» für nationale und internationale Medienaufmerksamkeit und gewann zwei silberne ADC-Würfel sowie weitere Kreativpreise.

Die Filmproduktion übernahm TYMA, eine junge Produktionsfirma, die thematisch zur anvisierten Zielgruppe passt. Die Kampagne soll verdeutlichen, dass Frauenfussball über den reinen Sport hinausgeht und eine eigenständige kulturelle Bewegung darstellt. (pd/cbe)

Credits

Verantwortlich bei Schweizer Fussballverband: Marion Daube (Direktorin Frauenfussball), Laura Spring (Projektleiterin Women's Super League), Nils Sommer (Kommunikation & Content); verantwortlich bei Freundliche Grüsse: Fabian Biedermann (Gesamtverantwortung), Pascal Deville, Samuel Textor (Creative Direction), Sandro Matter (Beratung), Res Matthys, Jacqueline Rufener (Text), Laura Leuenberger (Art Direction); verantwortlich bei TYMA: Yannis Petrone (Director), Tim Holder (DOP), Kevin Prinz (AC), Sven Wedekind (AD), Mariska van Lavieren (Production Manager), Kevin Prinz, Mariska van Lavieren (Casting ), Constantin Popp (Oberbeleuchter), Elia Zobrist (Beleuchter), Davide Petrone (Runner), Dominique Steinegger, Alina Graber 8 Set Design & Styling), Mira Luna Berclaz (Hair & Makeup), Cinelight (Light Rental), Octamas (Camera Rental), Yannis Petrone (Edit), Kevin Prinz, Damien Inderbitzin (Online Edit), Imro Agmon (Grading), Marco Buser (Musik, Soundpassion), Bardo Eicher (Sounddesign & Audio Post, Remotesound), Yara, Sarina, Amelia, Esmeralda, Jonas, Salome, Selina, Sharon, Sam, Alessio, Gregy, Pamela, Damian (Cast).


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KOMMENTARE

Anita Krebs
25.08.2025 17:51 Uhr
Schade eigentlich: Gestern lief auf TeleZüri eine kurze Berichterstattung über das Spiel GC gegen Rappi. Aber es ging nicht um das Spiel, sondern lediglich darum, dass es auf irgendeinem Trainingsgelände mit nicht sehr vielen (ca. 300) ZuschauerInnen stattfand und die zum grössten Teil zudem irgendwelche persönlichen Verbindungen zu den SpielerInnen hatten … Bei den Männern sind doch auch nicht die leeren Ränge das Hauptthema - die es ja zum grössten Teil leider gibt. Auch in Zürich, wo - aus welchen Gründen auch immer - von einem neuen Stadion geträumt wird. Dadurch wird aber weder der Fussball besser, noch steigen die BesucherInnenzahlen … Und trotzdem ist diese Forderung selbstverständlich und es wird - auch selbstverständlich - über oft zweit- und drittklassigen Männerfussball berichtet. Es muss ein Umdenken beim Selbstverständnis und den Forderungen der Frauen stattfinden und natürlich auch bei den Medien, die mehr und anders berichten müssen über Spiele, die es wert sind, dass man und frau sie schauen (können) und darüber sprechen.
Victor Brunner
25.08.2025 08:51 Uhr
Geld ausgeben für eine Kampagne, der SFV auf dem falschen Weg. Was den Frauenfussball fördert sind akzeptable Anstellungsbedingungen, Plätze die als Fussballplätze erkennbar sind, Spielzeiten die auch für Frauen in Job oder Kinder machbar sind, vor allem Talentförderung damit das Niveau in der obersten Liga zunimmt. Nur auf dem Frauen-EM-Hype surfen ist billig und nicht zielführend
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