04.07.2017

Process

«Branding ist relevanter als klassische Werbung»

Markus Gut macht einen Neustart: Er wird CEO und Mitinhaber der Branding-Agentur Process. Gegenüber persoenlich.com erklärt er den Grund für seinen Wechsel und wie er sich mit den Mitarbeitern in Shanghai und Taipeh verständigen will.
Process: «Branding ist relevanter als klassische Werbung»
Doziert unter anderem an der ZHdK: Markus Gut. (Bild: zVg.)
von Edith Hollenstein

Herr Gut, was reizt Sie am Kleinen?
Der entscheidende Faktor ist die Qualität, nicht die Quantität.

Process ist mit 45 Mitarbeitenden ein ganz anderes Unternehmen als Y&R. 
Ich nehme die Herausforderung an, als Unternehmer Process in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Braucht es da noch mehr Motivation?

Was ist an Branding Ihrer Ansicht nach reizvoller als an Werbung?
Branding ist die Basis. Es ist relevanter und auch etwas nachhaltiger als klassische Werbung.

Wie kam es zum Kontakt zu Process?
Martin Kessler und ich kennen uns privat schon sehr lange. Bei Wirz haben wir auch zusammen gearbeitet. So sind wir seit Jahren in stetigem Austausch.

Aber Branding Agenturen gibt es viele: Warum beteiligen Sie sich ausgerechnet an dieser Agentur?
Process ist sehr gut aufgestellt, gesund, hat seit Jahren einen ausgezeichneten Ruf und ist Inhabergeführt. Zudem sind die zwei Offices in Asien Gold wert.

Sie sind zudem Partner: Halten Sie alle einen Drittel oder wie ist die Aufteilung der Besitzanteile?
Dazu kann ich im Moment nichts sagen.

VR gilt als eines Ihrer Expertengebiete, Sie unterrichten hierzu an der Ad School. Wo wird VR im Branding wichtig?
Brand Experience ist ein spannender Teil vom Branding. Jaguar hat zum Beispiel das Markenerlebnis mit VR schon sehr früh und witzig umgesetzt.

Wie eng werden Sie mit Shanghai und Taipeh zusammenarbeiten?
Wir werden den Know-How-Austausch fördern und neue Anwendungen wie zum Beispiel «WeChat» in die Schweiz bringen. 

Wann starten Sie damit, Chinesisch zu lernen?  
Ich werde kein Chinesisch lernen. Mit der lokalen Führungscrew werde ich mich mit Händen und Füssen und in Englisch unterhalten...

Treten Sie nun aus dem ADC aus?
Ich bleibe Vorstandsmitglied im ADC Schweiz. Auch werde ich weiterhin Beirat der ZHdK sein und mich als Award-Juror und Dozent an verschiedenen Schulen betätigen.

Und was tun Sie diesen Sommer?
Viel Zeit werde ich mit unserem familieneigenen Weingut im Tessin verbringen und mit der ganzen Familie eine ausgiebige Reise durch Amerika machen. Ich gönne mir aber nach 25 Jahren eine Auszeit und mache auch mal nichts.

Markus Gut hat die Fragen schriftlich beantwortet



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Kommentare

  • Peter Düggeli, 05.07.2017 10:24 Uhr
    Lieber Markus Wie kannst Du dein Leben lang klassische Werbung verkaufen. Und dann dieser Schwenk. Glaubwürdig ist anders, Wendehals. Lieber Gruss Peter
  • Kurt Bachmann, 05.07.2017 13:54 Uhr
    «Branding ist relevanter als klassische Werbung» sagt der neue CEO eine Branding-Agentur. Ganz ehrlich. Solche Interviews kann man sich getrost schenken.

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