04.01.2017

Farner Consulting

«Wichtiger als Freiheit sind mir knifflige Mandate»

Ursula Fraefel ist im Januar als Senior Consultant bei Farner gestartet. Im Interview sagt die frühere Kampagnenleiterin von Economiesuisse und Chefredaktorin der «Thurgauer Zeitung», warum sie ihre Selbstständigkeit aufgibt und weshalb eine Rückkehr in den Journalismus nie zur Debatte stand.
Farner Consulting: «Wichtiger als Freiheit sind mir knifflige Mandate»
Ursula Fraefel ist seit Anfang Jahr Senior Consultant im Public-Affairs-Team von Farner. (Bild: zVg.)
von Matthias Ackeret

Frau Fraefel, seit Januar sind Sie Senior Consultant im Public-Affairs-Team von Farner und geben damit Ihre Selbständigkeit auf. Was hat Sie zu diesem Schritt bewegt?
Ich möchte wieder in einem grösseren Team arbeiten. Als ich kürzlich eine Anfrage für einen Pitch bekam, habe ich Roman Geiser, den CEO von Farner gefragt, ob wir das zusammen angehen sollen. Die Teamarbeit hat mich begeistert und es freut mich, dass aus diesem Experiment eine Anstellung wird. Den Pitch für die Strategie des Kultur-Erbe-Jahrs haben wir übrigens gewonnen.

Verlieren Sie dadurch nicht auch ein bisschen Freiheit?
Schon, aber noch wichtiger als die Freiheit sind mir knifflige Mandate und Teamarbeit.

Was ist der Unterschied zwischen alleine und in einem Team arbeiten?
Mehr Menschen haben mehr Ideen. Eine grosse Kampagne kann man im heutigen multimedialen Umfeld alleine gar nicht mehr stemmen - das ist ein Gesamtkunstwerk. Farner bietet zudem 360 Grad- Kommunikationsservices. Daraus resultieren Knowhow-Synergien, die ein Einzelberater nicht bieten kann. Wobei ich schon der Meinung bin, dass eine Einzelperson das Mandat führen und die Verantwortung tragen muss.

Warum wechseln Sie ausgerechnet zu Farner?
Farner ist die Topadresse für politische Kommunikation sowie für digitale und kreative Umsetzung. Zudem habe ich vor meiner Journalistenzeit schon einmal in der Agentur Farner gearbeitet.

Sie waren früher einmal Chefredaktorin bei der «Thurgauer Zeitung». Stand eine Rückkehr in den Journalismus nie zur Debatte?
Qualitäts-Journalismus gibt es halt immer weniger.

Werden Sie für Ihren neuen Arbeitgeber für Politkampagnen zuständig sein?
Wenn es mir gelingt, Kampagnen zu akquirieren, bin ich auch dafür zuständig. Aber Politkampagnen sind immer Teamarbeit, weil neben der Strategie auch die kreative Umsetzung entscheidend ist. Farner Public Affairs ist zudem sehr breit aufgestellt. Die Kampagnen sind nur eine von vielen Dienstleistungen.

Auf welche Herausforderung freuen Sie sich im neuen Jahr am meisten?
Ich betreue gerne schwierige Kunden und komplexe Kampagnen. Zudem hoffe ich, dass es mir gelingt, meine bestehenden Kunden und mich in die grösste Agentur der Schweiz zu integrieren.



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Kommentare

  • Christoph Juen, 10.01.2017 14:46 Uhr
    Liebe Ursula Als ehemaliger "economiesuissler" (hiess damals allerdings noch "Vorort") darf ich dir ganz herzlich zu deiner neuen Herausforderung gratulieren. Eine Top-Adresse! Herzlich aus meiner neuen Selbständigkeit in "Public Affairs und Internationale Beziehungen" Christoph Juen

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