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SRF: Abgang von zwei lebenden Ikonen

Nun ist es eine gute Woche her, seit zwei der grössten Leutschenbach-Ikonen altershalber von der Bildfläche verschwanden: Wetterfrosch Thomas Bucheli und Radiostar Ralph Wicki, viele Jahre zu nächtlicher Stunde verbaler Seelendoktor der Nation. Wie der Zufall will: beides gebürtige Luzerner. Bei Bucheli kam die Reaktion postwendend. Kaum trat er mit grossem medialen Begleitgetöse ab, dankte die Natur mit einem heftigen Hagelsturm, der nördlich des Leutschenbach über den Kanton Zürich wegfegte. Deren brachiale Urkraft sah nicht einmal «SRF Meteo» voraus, für eingefleischte Bucheli-Fans der handfeste Beweis, dass der Chef bereits jetzt schon fehlt.

Ganz anders bei Ralph Wicki. Er war der Mann der sensiblen Töne. Keiner spürte besser als er. Sein letzter öffentlicher Auftritt bei der «Persönlich»-Talkshow vor zwei Wochen wurde zur eindrücklichen Wicki-Manifestation. Heerscharen von Fans – vornehmlich Frauen – reisten aus der ganzen Schweiz nach Rapperswil, um sich von ihrem Idol zu verabschieden. Hunderte Interessierte konnten gar nicht berücksichtigt werden, sogar einen Securitas-Mann engagierte SRF. Selbst Elvis hätte gestaunt.

Juristisch ist die Sachlage klar: 65 ist 65, nicht zuletzt, um Präjudizen zu vermeiden. Medial hingegen stellt sich eine Frage: Hätte es keine Möglichkeit gegeben, um die beiden Topstars zu halten, wie in den USA üblich? Der Schreibende weiss es nicht. Die Antwort wüsste nur einer: Alleswisser Ralph Wicki. Doch der ist verstummt.



Matthias Ackeret ist Verleger und Chefredaktor von persoenlich.com.

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