Zwei Grossthemen negieren das mediale Sommerloch: Die Hitze und die Fifa. Wobei man bei ersterem auf schnelle Änderung hofft, beim zweiten – mit Ausnahme von dessen Präsidenten – weniger. Doch was wäre dieser Sommer für die Medien ohne die Kapriolen des Wetters und diejenigen von Gianni Infantino? Was wir momentan erleben, ist ein klassisches Déjà-lu: 2015 stürmten Polizeibeamte im Auftrag des amerikanischen Justizdepartements ein Zürcher Nobelhotel und verhafteten auf Druck des amerikanischen Justizministeriums sieben hochrangige Fifa-Vertreter. Dies führte zum Rücktritt des damaligen Fifa-Präsidenten Sepp Blatter aus Visp. Die Geschichte ist hinlänglich bekannt. Als neuer Messias wurde Gianni Infantino aus dem Nachbarort Brig-Glis gewählt, der Transparenz und Aufklärung versprach. Was – wie wir heute wissen - nur beschränkt stimmt. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger kungelte er mit dem amerikanischen Präsidenten und wollte die Fifa teilprivatisieren. Nachdem Infantinos Pläne dieser Tage wirklich transparent wurden, steht er nun vor dem perfekten Scherbenhaufen. His End is near, zumindest, wenn man den Medien glaubt. «Die Geschichte wiederholt sich immer zweimal, das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce», predigte Karl Marx. Auch Kommunisten haben manchmal Recht. Das Nachrichtenportal Nau wünschte sich bereits wieder Sepp Blatter zurück. Ironie, Realität oder Zeichen eines Hitzeschlags? Wenn schon Walliser, dann empfehlen wir Ex-SRG-Boss Armin Walpen. Als Experte für ganz schwierige Organisationen.
Matthias Ackeret ist Verleger und Chefredaktor von persoenlich.com.
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10.08.2026 07:18 Uhr



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Sommerloch: Sommerliches Déja-lu