13.02.2013
Matthias Ackeret
Man kann es drehen oder wenden wie man will: Die Nichtausstrahlung des Michi-Steiner-Videos gegen die Minder-Initiative ist – gelinde gesagt – absurd.
Zum einen ist der Film für geschätzte 300’000 Franken bereits fertig gestellt und somit sendebereit, zum andern ist der Inhalt dank dem Latrinenweg mittlerweile landesweit bekannt und dürfte keine allzu grosse Überraschung mehr darstellen. Was vielmehr überrascht, ist die Begründung von Economiesuisse: Der Viralspot mit dem Titel “Grounding 2026” könnte missverstanden werden.
Von wem? Hat Economiesuisse den Regisseur verwechselt? Dachte man, es handle sich bei Steiner um den Macher von “Bilitis”?
Wer einen Regisseur wie Michi Steiner engagiert, weiss, was ihn erwartet: nämlich “Grounding”, “Sennentuntschi” und “Missen-Massaker” in der Schnellstversion. Ein braves PR-Filmchen für den “Werkplatz Schweiz” wäre einem Regisseur wie Steiner unwürdig.
Also nochmals ein Aufruf an die Bedenkenträger von Economiesuisse: “Bitte, zeigt den Michi-Steiner-Film!” Einen Thomas Minder kann man nur mit gleichen Waffen schlagen. Wer diese Abstimmung gewinnen will, braucht nicht nur die besseren Argumente, sondern muss auch die Befindlichkeit der Wählerinnen und Wähler erreichen.
Diejenigen, die für den Gegenvorschlag sind, sind es trotz Michi Steiner. Diejenigen, die für Minder sind, würden es sich nach dem Filmchen vielleicht nochmals überlegen. Eine Diskussion jedenfalls wäre garantiert. Und wäre es nur über den Inhalt. Darum nochmals der Aufruf: “Wir wollen Michi Steiner sehen!”
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Und für den bsw gilt: bitte den Effiewürfel für Michi Steiner bereits reservieren!
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: “Wir wollen Michi Steiner sehen!”