10.02.2019

5G

15'000 zusätzliche Antennen benötigt

Eine rasche Einführung des neuen 5G-Mobilfunkstandards in der Schweiz ist laut der «NZZ am Sonntag» gefährdet. Es braucht nämlich dafür noch einmal so viele Handyantennen, wie es bereits gibt.
5G: 15'000 zusätzliche Antennen benötigt
Die bestehenden Anlagen stossen an ihre Leistungsgrenzen, weil der mobile Datenkonsum stark steigt. (Bild: Keystone/AP Photo/Frank Augstein)

Die Frequenzen für den Mobilfunk der fünften Generation (5G) sind versteigert worden, wie am Freitag bekannt wurde (persoenlich.com berichtete). Nun zeigt sich: Dafür braucht es beinahe noch einmal so viele Handyantennen, wie bereits in der Schweiz stehen. «Wir gehen davon aus, dass ohne Anpassung der Anlagegrenzwerte rund 15’000 zusätzliche Mobilfunkstandorte neu gebaut werden müssen», sagt Christian Grasser, der Geschäftsführer des Branchenverbands Asut in der «NZZ am Sonntag».

Gemäss neusten Zahlen umfasst das Netz heute bereits 18’823 Antennen. Die bestehenden Anlagen stossen an ihre Leistungsgrenzen, weil der mobile Datenkonsum steil ansteigt. Die Sendeleistung dürften sie aufgrund des strengen Strahlenschutzes in der Schweiz nicht erhöhen. «Rund zwei Drittel aller Standorte in der Schweiz und weit mehr als 90 Prozent der Standorte in Städten und Agglomerationen weisen nicht genügend Reserven auf, um 5G leistungsfähig einzusetzen», so Grasser weiter. Er bezweifelt, dass es innert nützlicher Frist möglich sein wird, die zusätzlich benötigten neuen Antennen aufzustellen. Deshalb sei die rasche Einführung der 5G-Netze gefährdet. (pd/cbe)

 



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