07.09.2020

Facebook

AFP überprüft neu Inhalte aus der Schweiz

Das Soziale Netzwerk holt einen neuen Partner für sein Faktenprüferprogramm an Bord. Die französische Nachrichtenagentur baut dafür ein eigenes Faktencheck-Team mit Journalisten in Berlin auf.

Facebook stärkt das Faktenprüferprogramm in der DACH-Region. Die Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) prüfe ab sofort auch Inhalte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, heisst es in einer Mitteilung. Die AFP ist bereits seit 2017 Teil des Faktenprüferprogramms und Facebooks grösster weltweit tätiger Partner.

Auch Keystone-SDA stellt Faktenprüfer

«Der Beginn unserer Faktenprüfung im deutschsprachigen Raum ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg, die Aktivitäten der AFP im Bereich der digitalen Verifizierung von Fakten international weiterzuentwickeln. Unsere spezialisierten Faktenprüfer werden sich dabei nicht nur auf das bestehende Netzwerk der AFP-Faktenprüfer rund um den Globus verlassen, sondern auch auf die Expertise von Dutzenden von Reportern, die in Deutschland für die AFP tätig sind», wird Yacine Le Forestier, Head of AFP Germany, zitiert.

Im Mai 2020 hat Facebook zudem die Zusammenarbeit mit der dpa auf Österreich und die Schweiz ausgeweitet (persoenlich.com berichtete). Die Nachrichtenagentur Keystone-SDA unterstützt die dpa im Faktenprüferprogramm in der Schweiz.

Für den deutschsprachigen Raum baut AFP ein eigenes Faktencheck-Team mit lokalen und mehrsprachigen Journalisten in Berlin auf.

Verbreitung von Falschinformationen eindämmen

Allein von April bis Juni habe Facebook Falschmeldung-Warnungen zu rund 98 Millionen Beiträgen auf Facebook im Zusammenhang mit Covid-19 angezeigt, die auf etwa 7500 Bewertungen unabhängigen Faktenprüfer basieren, heisst es in der Mitteilung. Aufgrund der Warnhinweise hätten sich Nutzer in etwa 95 Prozent der Fälle den ursprünglich ausgewählten Inhalt letztlich nicht anzeigen lassen. (pd/wid)



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