14.04.2020

IAA

Auch Ältere interessieren sich für Esports

Viele Sport-Events sind aufgrund von Corona abgesagt. Kann Esports einen Alternative bieten? Über 100 Mitglieder nahmen an einem Webinar zum Thema teil.
IAA: Auch Ältere interessieren sich für Esports
Ein Esports-Turnier. (Bild: Pixabay)

Weltweit verfolgen rund 500 Millionen Menschen Esports-Turniere per Livestream oder im Fernsehen und bieten damit Marken eine leistungsstarke Plattform für Sponsoring.

Am vergangenen Donnerstag wurde das Feld des Esports bei einem internationalen Webinar aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet – vor allem aber im Hinblick auf seine Einsatzmöglichkeiten für die Marketing- und Kommunikationsindustrie. Organisiert wurde der Event von IAA Schweiz, IAA UK und IAA Österreich. Über 100 IAA-Mitglieder aus aller Welt haben teilgenommen.

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Moderiert wurde das Webinar von Fredrik Borestrom, IAA Präsident UK und Leiter Agencies International bei LinkedIn, wie es in der Mitteilung dazu heisst. Im Panel mitdiskutiert hatten Claire Blackwood aus Frankreich (Director hurrah.agency, Esports Vermarktungsagentur), Robbie Douek aus Grossbritannien (CEO BLAST, Esports Turnierveranstalter), Marco Harfmann aus Österreich (Director Transformation & Marketing Communications A1, Esports Sponsor), sowie Nate Lindberg aus den USA (RSV Sponsorship Twitch, Live-Streaming-Videoportal für Esports).

Popularität wächst

Gerade in Krisenzeiten sei die Welt des traditionellen Sports eine willkommene Abwechslung und Ablenkung, schreibt die IAA. Aber was tun, wenn aufgrund von Covid-19 Absage auf Absage erfolgt? Turniere, Liegen und sogar die olympischen Spiele wurden verschoben. Kann Esports hier Ersatz bieten? Es scheint sich um ein unaufhaltsames Phänomen mit einem enormen Marketingpotential – gerade, aber nicht nur – für eine junge Zielgruppe zu handeln.

Die Popularität von Esports wachse mit extrem hoher Geschwindigkeit und mit einem bemerkenswerten Detail am Rande: fast ein Drittel der Teilnehmer seien Frauen, Tendenz steigend. Die Spieler und Zuschauer kommen aus der ganzen Welt, Esports funktioniert sowohl on- als auch offline, lockt zehntausende Fans in die Stadien, kann aber – so wie derzeit – sofort auf rein digital umgestellt werden.

Auch Ältere können erreicht werden

Aufgrund der Covid-19-bedingten vermehrten In-house-Zeit interessieren und engagieren sich mittlerweile auch ältere Zielgruppen für Esports und damit öffnet sich das Tor noch weiter für einen Einsatz in der MarCom-Industrie. «Auch wenn die Zielgruppen sehr anspruchsvoll sind, eine Marke muss sich nicht verbiegen, um sich in Esports zu etablieren. Wichtig ist, dass man mit den richtigen Partnern zusammenarbeitet und es sich nicht um eine One-off-Aktion handelt, denn die Community sucht verlässliche Langzeitpartner», sagt Nate Lindberg.

«Esports ist die weltgrösste Marketingnische und ich sehe hier sehr grosses Potential für Marken, die sich engagieren wollen», so Claire Blackwood. Dem stimmt Marco Harfmann zu: «Wir von A1 waren bereits vor Jahren daran interessiert Esports zu sponsern, weil wir erkannt haben, dass hier eine Zielgruppe erreicht werden kann, die über normale Mediachannels kaum anzusprechen ist.»

Robbie Douek: «Momentan tut sich sehr viel, auch wenn keine physischen Events möglich sind, kann es gelingen tolle Erfahrungen auch rein online zu machen. Das Publikum kommt aus der ganzen Welt – ganz massiv ist die Beteiligung in China und Russland, gefolgt von Europa. Esports ist Entertainment und für Marken und Medien ist die Situation in diesem Umfeld nach wie vor sehr gut – für Veranstalter fallen nur die Ticketeinnahmen weg.» (pd/wid)



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