30.07.2020

Facebook

Das Geschäft wächst langsamer

Die Coronakrise und ein Werbeboykott belasten die Quartalsrechnung des Online-Netzwerkes.

Das Geschäft von Facebook wächst wegen der Coronakrise und eines Boykotts von Werbekunden deutlich langsamer als zuvor. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar.

In den ersten Juli-Wochen gab es ein ähnliches Wachstum, wie das weltgrösste Online-Netzwerk nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Vor der Krise waren in Facebooks Geschäft Wachstumsraten über 20 Prozent an der Tagesordnung.

Facebook verdient sein Geld fast ausschliesslich mit Werbung – und in der Coronakrise schalten vor allem viele kleine Unternehmen weniger Anzeigen. Zugleich waren in den vergangenen Wochen auch viele grosse Werbekunden dem Aufruf gefolgt, bei Facebook keine Anzeigen zu schalten, um gegen die Verbreitung von Hassrede und falscher Informationen bei dem Online-Netzwerk zu protestieren (persoenlich.com berichtete).

Zugleich steigen die Nutzerzahlen bei Facebook weiter schnell. Im vergangenen Quartal kamen erneut 100 Millionen monatlich aktive Nutzer hinzu – inzwischen sind es 2,6 Milliarden. Jeden Tag griffen auf Facebook 1,79 Milliarden Nutzer zu – 60 Millionen mehr als drei Monate zuvor.

Der Gewinn fiel mit fast 5,2 Milliarden Dollar in etwa doppelt so hoch aus wie im Vorjahresquartal. Damals wurde das Ergebnis allerdings unter anderem von einer Zahlung von 2 Milliarden Dollar nach Ermittlungen der Verbraucherschutzbehörde FTC belastet.

Die Facebook-Aktie stieg um nachbörslichen Handel zeitweise um 8 Prozent, da die Zahlen die Erwartungen der Analysten übertrafen. (sda/dpa/cbe)



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