07.06.2011

IAB

Das mobile Internet erobert die Schweiz

Interactive Advertising Bureau präsentiert Studie zur mobilen Internetnutzung.

Das Interactive Advertising Bureau (IAB Switzerland) liess im Frühjahr 2011 eine repräsentative Befragung zur mobilen Internetnutzung durchführen. Die Studie zeigt, dass das mobile Internet inzwischen im Alltag verankert ist. So verfügen drei Viertel der deutschsprachigen Bevölkerung über einen mobilen Internetzugang. Ein Drittel nennt sogar ein Smartphone sein eigen. Spannend sind auch die Erkenntnisse zur Nutzung von Apps: denn drei Viertel der Smartphone-Besitzer ziehen kostenlose Apps vor, die dafür Werbung anzeigen.

Die hohe Mobilität der Schweizer, fördert und fordert eine ausgezeichnete Infrastruktur – Verkehrs- und Informationstechnisch. Und diese Infrastruktur wird auch ausgiebig genutzt. Denn längst wird unterwegs nicht mehr nur telefoniert, sondern auch gearbeitet, gelesen, gespielt und recherchiert. Viele Schweizer sind quasi "always online". Drei Viertel der Befragten verfügen über einen mobilen Internetzugang. Nur 6 Prozent haben gar kein mobiles Gerät. Noch kleiner ist der Anteil der Tablet-Nutzer. Erstaunlich hoch ist hingegen der Anteil an Laptop-Besitzern.

Gerade bei den Smartphone-Besitzern überwiegen die geschäftlichen Zwecke. Wobei der Hauptverwendungszweck immer noch das Telefonieren ist. Apps werden zwar eingesetzt, doch kommen die meisten Befragten mit zehn oder weniger Apps aus. Allgemein gilt: Je mehr Funktionen ein Gerät hat, desto weniger begrenzt sich die Nutzung auf die Grundfunktion wie Telefonieren oder SMS. Bei herkömmlichen Handys mit Internetzugang hingegen, wird der Browser nur selten eingesetzt. Ganz klare Unterschiede gibt es bei der Zahlungsbereitschaft: Für Online Game-Apps wird am häufigsten Geld bezahlt. Alle anderen Apps liegen deutlich dahinter. Denn immerhin bevorzugen drei Viertel der Smartphone-User kostenlose Apps, welche u¨ber Werbung finanziert werden. Auch wenn viele der Ansicht sind, dass kostenpflichtige Apps über eine vergleichsweise bessere Qualität verfügen.

Die Sättigungsgrenze scheint indessen noch lange nicht erreicht. Denn über ein Drittel der Befragten plant den Kauf eines Smartphones – 8 Prozent innerhalb der nächsten sechs Monate. Acht von zehn Befragten sind sogar überzeugt, dass der mobile Internetzugang in Zukunft ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens sein wird. Und die meisten glauben auch daran, dass dies den Alltag erheblich erleichtern wird. Mobile Task-Force ins Leben gerufen

Gerade weil das mobile Internet so stark an Bedeutung gewonnen hat, soll die Studie des IAB nur ein erster Schritt sein. So wurde gleichzeitig eine "Mobile Task-Force" gegründet, die in Zukunft weitere Studien, Publikationen und Events erarbeiten soll. Ziel ist die Bereitstellung fundierter Informationen, Daten und Erkenntnisse zur mobilen Landschaft fu¨r Werbeauftraggeber, Agenturen und alle Marktteilnehmer. Geleitet wird die Gruppe von Philipp Scheidegger, Head of Advertising bei Swisscom.



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