21.09.2015

Amazon

Deutsche Mitarbeiter streiken

Die Aktione soll laut Gewerkschaft bis Ende Woche dauern.

Der Streit um die Bezahlung beim Versandriesen Amazon geht in eine neue Runde. Am Montag haben an mehreren Standorten in Deutschland wieder Streiks begonnen.

Die Aktionen sollen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi teilweise bis zum Ende der Woche dauern. Zu Lieferverzögerungen wird es nach Angaben des Unternehmens aber nicht kommen. Amazon betreibt in Deutschland neun Verteilzentren. Von diesen aus werden auch die Kunden in der Schweiz beliefert.

Die Fronten in dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Tarifstreit sind verhärtet. Mit Arbeitskämpfen versucht Verdi für die mittlerweile rund 10'000 Mitarbeiter des US-Versandhandelsriesen in Deutschland einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Detail- und Versandhandels durchzusetzen.

Verhandlungen darüber lehnt Amazon aber ab. Das Unternehmen mit Sitz in München sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen.

Die neue Streikwelle begann nach Angaben von Verdi mit der Frühschicht am Montagmorgen. Zahlreiche Beschäftigte an sieben Standorten hätten die Arbeit niedergelegt. Verdi wirft Amazon vor, die Beschäftigten zu verschleissen und ihnen die Arbeitsbedingungen willkürlich zu diktieren.

Amazon weist diese Vorwürfe zurück. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin beteiligten sich insgesamt rund 700 Beschäftigte an den Aktionen. Die meisten der mehr als 10'000 Mitarbeiter in Deutschland seien somit regulär im Dienst. (sda)

 


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