05.10.2015

HackZurich 2015

Eine App die Leben rettet

Die Gewinner des grössten Hackatons von Europa stehen fest.

In Zürich haben über 500 Programmierer aus der ganzen Welt 40 Stunden in ihre Tastaturen gehauen, um neue Software-Applikationen zu schreiben. Anlass war HackZurich - der grösste Hackathon Europas.

Eine Jury besetzt mit Vertretern aus IT Unternehmen und Start-Ups zeichnete dabei die besten Teams aus. Den Hauptpreis gewann das Team #nerdishbynature, welches eine App kreierte, die in der Nähe befindliche Personen bei Notfällen auch ohne Internetverbindung per Smartphone alamiert und mobilisiert.

Weil gerade die ersten Minuten in medizinischen Notfallsituationen oft entscheidend sind, werden mögliche Helfer in der Umgebung direkt zum Betroffenen geführt und über dessen persönliche Nothilfehinweise aufgeklärt, wie zum Beispiel, wo dieser seine Insulinspritzen aufbewahrt.

125 Teams tüfteln an Apps

Ein Hackathon ist ein Programmiermarathon für technikbegeisterte Studenten und Informatiker. Ziel ist die Erstellung eines Prototypen einer funktionstüchtigen Anwendung in kurzer Zeit.

Nach dem Erfolg von letztem Jahr war der Andrang von Teilnehmern und Sponsoren in diesem Jahr sehr gross. Mehr als 1000 Hacker bewarben sich in weniger als 2 Wochen auf die 500 verfügbaren Plätze.

Die Teilnehmer bildeten 125 Teams aus zwei bis vier Programmierern und entwickelten innovative Lösungen und neue Apps für die Problemstellungen der Sponsoren oder eigene Ideen.

Neben Start-Ups stellten auch Branchengrössen ihre Programmierschnittstellen und Datensätze zur Verfügung. SAP, Samsung und Emmi beispielsweise boten Technologien und Daten an, um Abläufe in einer Joghurtfabrik in einer App zu visualisieren.

Sponsoren an Lösungen interessiert

Microsoft stellte "Internet of Things"-Sensoren und zahlreiche Schnittstellen rund um die Cloud-Plattform Azure bereit. Valora, die Betreiberfirma von k-Kiosk, und der Anbieter von Zahlungslösungen Aduno öffneten App-Entwicklern neue Schnittstellen für die Digitalisierung des Detailhandels. Ein weiteres Beispiel war EY zusammen mit IBM, welche die Teilnehmer herausforderten Akquisitionen und Fusionen von Unternehmen durch Datenanalyse vorherzusagen.

Einige Teilnehmer haben bereits vor Ort angekündigt die Projekte als eigene Start-Ups weiterzuführen und eine Firma zu gründen. (pd)


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