15.11.2016

E-Commerce Stimmungsbarometer

Einfaches Bezahlen begünstigt Onlineshoppen

Technische Hürden oder fehlende Transparenz beim Zahlungsprozess führen laut Studie häufig zum Kaufabbruch.
E-Commerce Stimmungsbarometer: Einfaches Bezahlen begünstigt Onlineshoppen
Erstmals wurden für das E-Commerce Stimmungsbarometer auch sogenannte virtuelle Marktplätze mitberücksichtigt – im Bild Amazon. (Bild: Christian Beck)

Über 10’000 Schweizer wurden für das diesjährige E-Commerce-Stimmungsbarometer der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich und der Schweizerischen Post befragt. Abgefragt wurden unter anderem Gründe und Häufigkeit des Onlineshoppens, die Faktoren für ein angenehmes Einkaufserlebnis sowie die Vor- und Nachteile beim Einkaufen in Onlineshops. Wie im letzten Jahr, kaufen 50 Prozent der Befragten mindestens einmal im Monat in einem Onlineshop ein. Grund genug für Schweizer Unternehmen, verstärkt auf die Bedürfnisse der Schweizer E-Shopper einzugehen.

Amazon und ricardo.ch sind Spitzenreiter

Erstmals wurden auch sogenannte virtuelle Marktplätze mitberücksichtigt. Zu den beliebtesten gehören der internationale Anbieter Amazon sowie ricardo.ch. Amazon erfreut sich besonders in der italienischsprachigen Schweiz grosser Beliebtheit. 74 Prozent der Befragten schätzen die Vergleichbarkeit von Produkten beim Einkauf auf solchen Marktplätzen, gefolgt von der Bündelung verschiedener Produktkategorien (58 Prozent) und transparenten Produktbewertungen (57 Prozent).

Zweckmässige Bezahlmöglichkeiten und Transparenz gefordert

Speziellen Wert legen die Schweizerinnen und Schweizer beim Onlineshoppen auf eine unkomplizierte Bezahlabwicklung (91 Prozent) und die Zertifizierung des Shops (82 Prozent). Doch gerade bei den Bezahlmöglichkeiten hapert es noch. 77 Prozent der Befragten haben bereits mindestens einmal einen Kauf abgebrochen, weil die bevorzugte Zahlungsmethode nicht verfügbar war. Bei den Jüngeren (unter 25 Jahren) ist dieser Faktor mit 82 Prozent noch ausschlaggebender. Das über alle Altersstufen hinaus beliebteste Zahlungsmittel ist nach wie vor die Rechnung (85 Prozent) gefolgt von der Kreditkarte mit 80 Prozent und der PostFinance-Debitkarte (42 Prozent). Weitere Gründe, die zum Kaufabbruch führen, sind fehlende Lieferoptionen (81 Prozent) sowie versteckte Kosten (78 Prozent).

Smartphone-Nutzung auf Vorjahresniveau

Lediglich 20 Prozent der Befragten nutzen das Smartphone häufig oder immer für Online-Käufe. Knapp ein Viertel der Befragten nutzt es gelegentlich, aber immer noch mehr als die Hälfte (56 Prozent) nutzt es selten bis gar nie. Gründe dafür sind, dass die Produkte nicht gross genug dargestellt werden können, fehlende Mobiloptimierung sowie unzureichende Darstellung der Produktpalette, umständliche Bestellvorgängen und Sicherheitsbedenken. Die Smartphone-Nutzung bewegt sich damit auf demselben Niveau wie im Vorjahr. (pd)


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