29.01.2012

Super Bowl

Erhält Social-Media-Kommandozentrum

20 Mitarbeiter informieren Fans 15 Stunden pro Tag.

Der Super Bowl, das Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga National Football League (NFL), soll auch 2012 wieder für Rekord-TV-Einschaltquoten sorgen. Um die Stimmung im Vorfeld des sportlichen Grossereignisses, das am 5. Februar in Indianapolis über die Bühne geht, kräftig anzuheizen und die Massen an Football-Fans mit allen nötigen Informationen und Hilfestellungen zum Event zu versorgen, wurde nun erstmals ein eigenes Social Media Command Center ins Leben gerufen. Falls erfolgreich, könnte ein derartiger Service schon bald zum Standard für ähnliche Grossveranstaltungen werden.

"Social Media ist einfach die Art und Weise, wie die Leute heute miteinander interagieren", zitiert CNN Taulbee Jackson, CEO von Raidious, der digitalen Marketingagentur, die mit der Errichtung und Betreuung des neuartigen Kommunikationszentrums beauftragt worden ist. "Genau deshalb sind wir davon überzeugt, dass wir in diesem Bereich stärker nach vorne arbeiten müssen als dies bei bisherigen Super-Bowl-Events geschehen ist", betont Jackson.

Wie der Super Bowl selbst, kann auch das bereits am Montag gestartete Social Media Command Center mit gewaltigen Dimensionen aufwarten. So wurden auf einer Fläche von 2.800 Quadratfuss (rund 260 Quadratmeter) Büroräumlichkeiten für ein Team aus Online-Strategen, Analysten und Web-Experten eingerichtet. Mehr als 20 Mitarbeiter gehen dabei nicht weniger als 15 Stunden pro Tag auf Anfragen und Bedürfnisse von Fans ein, die diese über Online-Kanäle wie Facebook oder Twitter äussern. Um eine reibungslose Anbindung an das Web zu gewährleisten, wurden über eine Meile (rund 1,6 Kilometer) an Ethernet-Kabeln verlegt und etwa 150 Quadratfuss (knapp 14 Quadratmeter) an Bildschirmfläche bereitgestellt.

Erster Testlauf

Das kommende NFL-Finalspiel zwischen den New England Patriots und den New York Giants dient gewissermassen als erster Testlauf für die neue Social-Media-Strategie der Veranstalter. Um eine mögliche Fortsetzung und Adaptierung für ähnliche Events zu prüfen, werden die Stärken und Schwächen der Arbeit der Web-2.0-Kommandozentrale genauestens evaluiert. "Wir übernehmen hier eine Vorreiterrolle und können deshalb noch nicht sagen, mit was wir es genau zu tun haben", meint Raidious-CEO Jackson. Spätestens nach Ende des 46. Super-Bowl-Spiels sollen aber alle notwendigen Daten vorliegen, die man dann auch bei Bedarf an andere Städte und Veranstalter weitergeben will. (pte)



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