US-Präsident Donald Trump hat dem Kurznachrichtendienst Twitter vorgeworfen, Mitglieder seiner Republikanischen Partei zu benachteiligen. Dies sei diskriminierend und illegal, kritisierte Trump am Donnerstag auf seinem eigenen Twitter-Account. Er kündigte zudem eine Untersuchung an.
Twitter “SHADOW BANNING” prominent Republicans. Not good. We will look into this discriminatory and illegal practice at once! Many complaints.
— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 26. Juli 2018
Konkret warf der Präsident dem Unternehmen eine indirekte Sperrung, also sogenanntes «shadow banning», vor. Damit nimmt die Sichtbarkeit eines Nutzers in den Suchfunktionen von Twitter ab. Beweise für seine Vorwürfe legte Trump aber nicht vor.
Das Nachrichtenportal Vice hatte am Mittwoch berichtet, unter den Betroffenen seien prominente Republikaner wie Ronna McDaniel, die dem Führungsgremium der Partei vorsitzt, sowie der Sprecher von Trumps Sohn Donald Trump Jr.
Twitter reagierte nicht direkt auf den Tweet von Trump. Ein Sprecher erklärte jedoch, es gebe keine «shadow bans». Einige Nutzer würden in der Suche nicht aufgeführt, was jedoch geändert werde. Die dahinter stehende Technik richte sich nach dem Nutzerverhalten und nicht nach politischen Ansichten. (sda/reu/as)

