Der Schweizer KI-Dienstleister Supertext hat seinen Online-Übersetzer auf 28 Sprachen ausgebaut. Neu verfügbar sind unter anderem Übersetzungen auf Albanisch, Kroatisch und Serbisch – drei Sprachen, die Konkurrenz-Tools wie DeepL nicht anbieten, heisst es in einer Mitteilung. Zusätzlich wurde eine API-Schnittstelle eingeführt, über die Nutzer den KI-Übersetzer direkt aus Drittsystemen verwenden können.
Die erweiterte Plattform basiert auf einem selbst entwickelten Large Language Model. Ins Basistraining flossen 14 Billionen Tokens ein, danach folgte für jede Sprache ein spezialisiertes Finetuning mit rund sechs Millionen Textsegmenten. Eine neue Glossarfunktion ermöglicht es Nutzern, bevorzugte Begriffe bei jeder Übersetzung automatisch einfliessen zu lassen.
Das Angebot wird in der Schweiz entwickelt und gehostet (persoenlich.com berichtete). Die Systeme entsprechen sämtlichen DSG- und DSGVO-Richtlinien und löschen im Bezahlmodell alle Texte direkt nach der Übersetzung, wie es weiter heisst.
Über die neue API können Nutzer Übersetzungen in Echtzeit dort erstellen, wo Inhalte entstehen. Für wichtige Texte stehen zusätzlich Profi-Übersetzer zur Verfügung, die Übersetzungen innerhalb weniger Minuten auf Korrektheit prüfen.
Enterprise-Kunden können die Sprachmodelle anhand bestehender Übersetzungen spezifisch auf ihre Corporate Language trainieren lassen. Gemäss Untersuchungen bei verschiedenen Supertext-Kunden generieren diese spezialisierten Systeme bis zu doppelt so viele druckreife Übersetzungen.
Supertext lanciert zudem ein neues Abo-Modell, in dem alle 28 Sprachen verfügbar sind. Zu den unterstützten Sprachen gehören neben den europäischen Hauptsprachen auch Rätoromanisch, Schweizerdeutsch sowie asiatische Sprachen wie Chinesisch, Japanisch und Koreanisch. (pd/cbe)


