Forscher der Keio Universität in Japan arbeiten an einem Poster, das auf Passanten reagieren soll. Zum Test haben sie einen Screen entworfen, der die Distanz zum Betrachter messen kann und ihm einen Kuss entlocken will. Die Entwickler sehen zahlreiche Möglichkeiten im kommerziellen Bereich und denken bereits neue Features an, um auch andere Sinne anzusprechen.
Auf dem Prototypen prangt das Gesicht einer jungen Dame. Nähert sich der Betrachter, so wird auch ihr Antlitz stufenweise grösser und formt die Lippen zum Kuss. Entfernt der "Angeflirtete" sich wieder, so wird dies ebenfalls erfasst, und die Frau auf dem interaktiven Poster zieht sich schüchtern zurück. Die Testentwicklung setzt auf einen Ultraschallsensor, der nach dem Fledermausprinzip den Abstand zwischen Schirm und Betrachter berechnet und die Software entsprechend reagieren lässt.
Man hofft, dass die Technologie ein für Stars und Sternchen interessanter Werbeweg werden könnte. So könnten die interaktiven Plakate nach Ansicht der Forscher vorbeigehenden Passanten Küsse zuwerfen. Aktuell arbeitet man an einer App-Variante für das iPad, um mehr Feedback zu erhalten. Da das Apple-Tablet nicht über ein Ultraschall-Messgerät verfügt, wird man voraussichtlich auf die integrierte Kamera oder den Helligkeitssensor zurückgreifen, um die digitale Kusserfahrung mobil zu machen. (pte)

