Laut der von den drei Agenturen selbst durchgeführten Untersuchung machte künstliche Intelligenz bei neun von zehn analysierten Marken mindestens eine Aussage, die sich auf der eigenen Website nicht bestätigen liess. Bei vier von zehn stand die KI-Aussage im direkten Widerspruch zur offiziellen Website. Zu den genannten Fehlern zählen falsche Gründungsjahre, nicht existierende Angebote sowie Verwechslungen mit gleichnamigen Firmen. Im Median erreichten die untersuchten Marken 32 von 100 möglichen Punkten bei der KI-Sichtbarkeit, keine kam über 74 Punkte, wie es in einer Mitteilung heisst.
Aus diesem Befund leitet Sergeant zusammen mit den beiden Partneragenturen Handlungsbedarf für Unternehmen ab. Michel Müller, Founder und CEO von Sergeant, sieht in der Optimierung für KI-Systeme ein Feld zwischen klassischer Markenführung und technischer Suchmaschinenoptimierung: «Wir wollen Unternehmen zeigen, wie KI-Systeme ihre Marke aktuell wahrnehmen und wie sich die eigene Sichtbarkeit gezielt verbessern lässt.» Johannes Berchtold von JB Brand Strategy ergänzt: «Wer in den KI-Suchmaschinen unsichtbar bleibt, existiert für die Kundschaft von morgen quasi nicht mehr.»
Verena Parzer-Epp von Telya verweist auf die inhaltliche Seite der Arbeit: «Die Informationen auf den eigenen Kanälen müssen so strukturiert werden, dass KI-Modelle sie korrekt interpretieren können. Wichtig ist zudem, das Markenwissen mit entsprechenden Begleitmassnahmen breit zu streuen.» Konkret sollen Unternehmen künftig über einen kostenlosen Quick Check einsteigen können, gefolgt von vertieften Analysen, Optimierungsmassnahmen und laufender Betreuung. (pd/cbe)

