09.12.2015

Content Marketing

"Legoslative" auf Watson wirbt für Onlineshop

Bei der Lego-Simulation handelt es sich um eine Werbekampagne der Digital-Agentur BlueGlass.
Content Marketing: "Legoslative" auf Watson wirbt für Onlineshop
von Edith Hollenstein

Content Marketing at its best: 40 Kilogramm Lego waren nötig, um das Bundeshaus samt Nationalratssaal nachzubauen. Anders als viele Watson.ch-Leser glaubten, hat diese jedoch nicht Hansi Voigts Redaktion in Nächte langer Feinarbeit selbst zusammengebaut, sondern fünf eingefleischte Lego-Fans aus dem Lego-Verein SwissLUG.

Sie erhielten von der Digital-Marketing-Agentur BlueGlass den Auftrag, Lego-Modelle zur Bundesratswahl zu bauen. Entstanden sind bunte Nachbildungen von Bundeshaus, Nationalratssaal sowie von der Bundesratszusammensetzung und der Vereidigung. Details zu den Bauarbeiten sind auf blog.microspot.ch festgehalten. 

Szenarien simuliert

Diese aufwändigen Spielzeugbauten erhielt anschliessend das Newsportal Watson für die Vorwahl-Berichterstattung. Watson nahm die Modelle gerne entgegen und stellte damit den Ablauf der Wahl in einem aufwändigen Stopmotion-Video nach, für das die Redaktion rund 800 Situationen arrangiert. Die Fotos fügte die Redaktion schliesslich zu einem humorvollen "Legoslative"-Video zusammen, welches das Szenario der Wahl am Mittwoch bereits Tage zuvor erstaunlich genau vorzeichnet:

Wie genau kam es zu dieser Werbe-Kooperation? Und wie sollen die User über Lego auf einen Webshop aufmerksam werden? persoenlich.com hat beim BlueGlass-Chef Raphael Bienz nachgefragt. 

Herr Bienz, wie entstand diese Idee?
Genau genommen ging es uns darum, in der Vorweihnachtszeit den Webshop Microspot.ch bekannt zu machen, und zwar bei einer jüngeren, technikaffinen Zielgruppe, weil wir diese als potentielle Kunden identifizierten. Anschliessend suchten wir nach einer unkonventionellen Idee, welche im Dezember für Aufmerksam​keit​ sorgen könnte und kamen zum Schluss, dass dies mit dem Lego-​Bundeshaus "in Miniature“ gelingen könnte. 

Diese Lego-Bauten sind also Teil der Weihnachtswerbekampagne für Microspot.ch.
Ja, genau. 

Bei Watson ist nirgends gekennzeichnet, dass es sich um Native Advertising handelt.
Das muss die Redaktion auch nicht tun, denn bei diesem Projekt handelt es sich um Content Marketing. Es besteht weder eine direkte Werbeabsicht noch erfolgte eine Bezahlung.

Gegen die fehlende Kennzeichnung haben Sie ja sicher nichts einzuwenden. Doch das ist doch vor allem Werbung für Lego.
Auf den ersten Blick sicher. W​ir wollten den Lego-Hype, in Kombination mit der weihnachtlichen Nachfrage und den Bundesratswahlen, ausnutzen, um über das Produkt Lego auf das Spielwarenangebot von Microspot.ch aufmerksam ​zu machen. 

Und wie soll das gehen?
Die Verbindung zu Microspot.ch geschieht in einem indirekt Schritt, der wohl erst in den nächsten paar Tagen so richtig gut sichtbar werden wird: Wir erhoffen uns eine bessere Sichtbarkeit von microspot.ch bei Google rund um das Thema Lego. Das heisst zum Beispiel: Wenn jemand die Keywords "Lego online kaufen" googelt, soll er relativ rasch auf Microspot.ch aufmerksam werden.

Wieviel mussten Sie Watson bezahlen für diese Art Werbung?
Keinen Rappen. Wir stellten Ihnen die Modelle zur Verfügung. Das war für uns aber durchaus ein grosser zeitlicher Aufwand, auch bezüglich Ideenentwicklung und Koordination.

Was genau war Inhalt des Gegengeschäfts bezüglich Anzahl Artikel, Zeitraum der Publikation, SEO-Vorgaben beim Texten, Verbreitung in Social Media, ...?
Wichtig für uns war es, die Redaktion von der Idee zu begeistern. Daher handelt es sich nicht um ein "Gegengeschäft" mit harten Abmachungen, sondern wir sind froh, dass unsere Beteiligung über die Quellenangabe in einer Infobox und die Verlinkungen vermerkt wurde.

Können Sie bezüglich Anklang auf Social Media irgendwelche Zahlen nennen?
Nein, denn die definitive Auswertung dauert noch ein paar Tage. Wir freuen uns jedoch über die vielen sehr positiven Feedbacks in den Kommentarspalten unterhalb der Watson-Artikel sowie auf Twitter und Facebook.  (eh)

 



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