01.10.2025

KI-Report

Medienfrauen stark auf Top-100-Liste

Das ETH AI Center und Greater Zurich Area haben eine Liste mit den 100 wichtigsten Frauen in KI und Data in der Schweiz veröffentlicht. Auffällig stark vertreten: Spezialistinnen aus Schweizer Medienhäusern.

Das ETH AI Center und die Standortmarketing-Organisation Greater Zurich Area (GZA) haben zum Start des Zurich AI Festivals den Report «Top 100 Women in AI + Data in Switzerland» publiziert. Die Liste zeigt weibliche Fachkräfte, die in der Schweiz im Bereich künstliche Intelligenz und Datenanalyse tätig sind.

Der Report umfasst mehr als 100 Frauen aus Industrie, Start-ups und Wissenschaft mit Führungsverantwortung oder Projektleitungsfunktionen. «Frauen prägen das gesamte KI-Ökosystem, von der Grundlagenforschung bis zur Unternehmensführung», wird Melanie Gabriel, Co-Director und COO des ETH AI Centers, im Report zitiert.

Medienhäuser mehrfach vertreten

Zahlreiche der aufgeführten Frauen arbeiten in Schweizer Medienunternehmen, wie eine Auswertung für persoenlich.com zeigt. Dazu gehören Nadia Kohler (Head AI Lab, Tamedia), Petra Ehmann (Group Chief Innovation & AI Officer, Ringier AG), Anke Lünstedt (Team Lead Data Analytics, NZZ), Ludmila Kalt (Head of Data, 20 Minuten), Fruzsina Homolka (Chief Data Officer, SRG SSR), Laure Fouilloux (Director of Data, SMG General Marketplaces), Iryna Renevey (Head of Central Data, Swiss Marketplace Group) und Marie Tran (Head of Data Science & Engineering, Swiss Marketplace Group).

«Indem wir diese herausragenden Frauen sichtbar machen, heben wir wegweisende Führungskräfte in der Industrie, transformative Führungskräfte in der Regierung und Schöpferinnen sozialer Wirkung und Fürsprache durch NGOs sowie Unternehmerinnen hervor, die bahnbrechende Innovationen vorantreiben», so Daniel Naeff, Head of Innovation & Entrepreneurship am ETH AI Center.

Ringier-CEO Marc Walder äusserte sich in einem LinkedIn-Beitrag zur Aufnahme mehrerer Medienvertreterinnen. Innovation brauche Diversität, Talent sei der entscheidende Standortfaktor. Der Report setze einen Benchmark und fordere zu mehr Sichtbarkeit, Verantwortung und Risikobereitschaft auf. Er hob besonders Petra Ehmann hervor, die im Konzern KI-Kompetenzen etabliert habe, unter anderem durch verpflichtende KI-Schulungen für Mitarbeitende.

Plakatkampagne in Zürich

Während des Festivals läuft eine Plakatkampagne im Zürcher Stadtgebiet, die in Zusammenarbeit mit Livesystems realisiert wird. Sie soll die im Report genannten Frauen öffentlich sichtbar machen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Das Zurich AI Festival findet vom 29. September bis 4. Oktober statt (persoenlich.com berichtete). Laut GZA werden über 5000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland erwartet. Das Festival soll sich als internationales Format neben Events wie TechWeek (London), Robotics Week (Boston) oder VivaTech (Paris) positionieren. (pd/cbe)


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