04.01.2011

News Corp

MySpace steht vor dem Kahlschlag

Konzernmutter greift nach Relaunch durch.

Der erst vor wenigen Wochen vollzogene Relaunch der Unterhaltungsplattform MySpace hat offenbar noch nicht gefruchtet. Nun ergreift die Konzernmutter News Corp um Medienmogul Rupert Murdoch wohl harte Massnahmen. Von einer "dramatischen Verkleinerung" des Unternehmens berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Kreise. Zwischen einem Drittel und der Hälfte der noch 1'100 Mitarbeiter zählenden Belegschaft droht, gekündigt zu werden. Schon vor dem strategischen Neustart der Plattform hat News Corp vom "Problem MySpace" gesprochen und ihre Verluste als inakzeptabel und untragbar bezeichnet. Die Konsequenzen könnte der Konzern noch in diesem Monat ziehen. Dabei hatte MySpace die Zahl der Beschäftigten erst im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent gekürzt.

Die Spekulationen um ein womöglich bevorstehendes Aus oder einen Verkauf des einst weltgrössten Social Networks werden durch die neuerliche Hiobsbotschaft weiter angeheizt. Konkrete Verhandlungen finden derzeit zwar nicht statt. News Corp könnte mit der Restrukturierung jedoch eine Trennung von MySpace vorbereiten. Den Kampf gegen den übermächtigen Konkurrenten Facebook hat die Plattform im Zuge des Relaunchs bereits aufgegeben. Statt des klassischen Social-Network-Modells verfolgt die Website nunmehr eine "Social Entertainment"-Strategie. Anhand der drastischen Dezimierung könnte MySpace versuchen, sich für potenzielle Käufer noch attraktiver zu machen. (pte)



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