Vor CMOs, Marketingverantwortlichen sowie nationalen und internationalen Publishern stellte Webrepublic am Dienstagabend eine neue Lösung zur Messung von Werbewirkung auf YouTube vor. Die Agentur will damit auch eine grundsätzliche Debatte über den Umgang mit Mediabudgets in automatisierten Umfeldern lancieren.
Im Zentrum stand die Frage, ob gebuchte Werbung tatsächlich wahrgenommen wird – oder bloss technisch ausgespielt. Webrepublic nennt die Lücke zwischen diesen beiden Zuständen den «Attention Gap». Eine hauseigene YouTube-Nutzungsstudie, vorgestellt von Managing Director Tobias Zehnder, lieferte dazu konkrete Zahlen: Knapp die Hälfte des eingesetzten Mediabudgets fliesse demnach in Umfelder mit potenziell geringer Werbewirkung. Zudem liege die YouTube-Primetime in der Schweiz entgegen gängigen Annahmen am Nachmittag – nicht zur klassischen TV-Abendzeit.
Als Antwort auf diese Problematik präsentierten die Webrepublic-Experten Damian Chandler und Kevin Haab die «YouTube Impact Engine». Das selbst entwickelte Tool analysiert das Wirkungspotenzial von YouTube-Umfeldern anhand von 21 eigenen Kategorien, die Nutzungskontext und Werbeeffizienz kombinieren. Grundlage sind KI-gestützte Auswertungen realer Placement-Daten, ergänzt durch Recall-Tracking-Erfahrungswerte.
Kernstück ist der «Webrepublic Impact Score», der das qualitative Wirkungspotenzial einer Kampagne als Prozentwert abbildet. Damit will die Agentur die bisherige Steuerungslogik über den CPM-Wert ergänzen und Kampagnen rückwirkend analysieren, vergleichen und künftig gezielter planen.
Meta und TikTok im Panel
Begleitet wurde der Abend von einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Marjan Iglesias, Director Client Services bei Webrepublic. Vertreter der Plattformen Meta und TikTok diskutierten dabei gemeinsam mit den Schweizer Publishern Tamedia und Admeira sowie den Werbetreibenden Migros Bank und Emmi über die Zukunft wirkungsbasierter Mediaplanung im Schweizer Markt. (pd/spo)
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05.06.2026 10:11 Uhr

