14.06.2015

Kommunikation Schweiz

Ohne Google und Facebook

Die Internetgiganten sind fehlen in den hiesigen Branchenverbänden.

Der neue Dachverband "Kommunikation Schweiz" vereint die Organisationen der Deutschschweiz und der Romandie. Während die einheimischen Grössen darin praktisch vollzählig vertreten seien, fehlen die in der Schweiz am stärksten wachsenden Anbieter von Werberaum, US-Internetfirmen wie Google und Facebook, schreibt die "NZZ" in einem Artikel.

Doch nicht nur sind die Internetgiganten nicht in den Dachverband eingegliedert, auch ihre Umsatzzahlen seien in den wichtigsten Branchenstatistiken nicht enthalten.

Das Marktforschungsunternehmen Mediafocus lege zwar seit längerem eine entsprechende Schätzung eines Expertenpanels vor, schliesse aber in den Gesamtwerbeüberblick nur die Internetbanner ein. Smartphone-Reklame werde vollständig ignoriert, heisst es in der "NZZ" weiter. Auch andere Firmen würden ungenügende Daten zu ihren Netto-Werbeumsätzen veröffentlichen, bemängelt die Stiftung Werbestatistik Schweiz (SWS).

Werbung wird immer internationaler

Die SWS stellt ferner im Bericht zu den Netto-Werbezahlen für 2014 fest, dass sich Werbeausgaben und Wirtschaftswachstum in der Schweiz nicht mehr im üblicherweise vermuteten Gleichschritt bewegen. Ob das wirklich so ist, lasse sich aber ohne Berücksichtigung der Einnahmen im Internet und auf den Smartphones kaum mehr beurteilen. Ohne eine vollständigere Abdeckung der Branche verliert diese Statistik also an Relevanz.

Die Mühen mit den Zahlen spiegeln aber auch die Tatsache, dass die Werbung immer internationaler wird. Konsumenten wenden ihre Aufmerksamkeit zunehmend ausländischen Plattformen, Apps und Medien zu. Das dürfe die Branche auch statistisch nicht länger ignorieren. (pd)

 

 


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