Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hat bei der internationalen Verwaltungsstelle für Domainnamen ICANN eine Bewerbung für die Internet-Domain .swiss eingereicht.
Das Uvek will mit der Bewerbung für .swiss "die Interessen der Schweiz wahren" und verhindern, dass Dritte die geografische Bezeichnung "Schweiz" missbrauchen oder monopolisieren, wie das Departement am Mittwoch mitteilte. Mit der Internet-Domain .swiss kann laut Uvek zum einen die internationale Sichtbarkeit der Schweiz in allen Bereichen, so auch der in der Wirtschaft, erhöht werden. Zum anderen könnten damit der Wert und das Ansehen von Schweizer Kultur, Produkten und Dienstleistungen langfristig gestärkt werden.
Das Uvek verspricht sich davon ein grösseres Vertrauen der Konsumenten zum Beispiel in Marken. Mit .swiss könne zudem die geografische, sprachliche und soziale Bedeutung des Wortes "Swiss" gewahrt werden. Das Uvek verspricht sich von .swiss zudem einen höheren Klarheits- und Wiedererkennungswert als bei .ch. Während .ch innerhalb der Schweiz gut verstanden werde, komme es im Ausland oft zu Verwechslungen, beispielsweise mit China (.cn). "Swiss" habe dagegen eine weltweit unverwechselbare Bedeutung. Die ICANN ist für die internationale Koordination des Internet-Adressierungssystems verantwortlich.
Im Juni 2011 beschloss sie die Einführung neuer generischer Internet-Domainnamen der ersten Ebene beschlossen. Das heisst, dass zu den bestehenden wie .com, .org oder .info beliebige weitere generische Namen wie zum Beispiel .bank, .hotel, .berlin oder .gmbh zugelassen werden können. Die ICANN wird frühestens im Frühjahr 2013 über die Vergabe der ersten neuen Internet-Domains entscheiden. (sda)

