27.01.2012

Wef

Teilnehmer sind fleissig am Twittern

KPMG beobachtet Online-Debatte und ihren Einfluss.

Die Verbreitung von sozialen Medien während des Weltwirtschaftsforums (Wef) 2012, im Besonderen die Verwendung von Twitter, hat den Dialog über den Sitzungssaal und die Korridore von Davos auf die internationale Gemeinschaft ausgeweitet. Am ersten Tag haben 459 Delegierte 4'436 Tweets mit 8'021 Rückantworten und 18'718 Re-Tweets generiert. Die Top-Themen mit Bezug auf Davos waren "Angela Merkel", "Europa" und "Leute", schreibt das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG in einer Mitteilung vom Donnerstag. Am zweiten Tag haben 440 Delegierte 3'312 Tweets mit 4'816 Rückantworten und 14'302 Re-Tweets generiert. Die Topthemen waren "David Cameron", "Afrika" und "Sozial".

"Kommentare über soziale Medien sind wirklich in Davos und darüber hinaus ins Rollen gekommen. Es ist nicht länger das Revier von Wirtschaftsexperten oder politischen Figuren sondern jeder, der eine Meinung hat, kann diese einem weltweiten Publikum bekannt geben", so Adam Bates, Global Head of Innovation bei KPMG. "Es ist noch nicht lange her, dass die Debatten das Revier von einigen wenigen waren, und die meisten von uns mussten warten, bis wir davon hörten. Mit der innovativen Verwendung von sozialen Medien ist es möglich, in Davos zu sein, ohne tatsächlich vor Ort zu sein - dies bedeutet, dass Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit haben, ihre Ansichten zu wichtigen Themen bekannt zu geben."

Der aggregierte Online-Dienst WefLive.com, der von KPMG International exklusiv für das Wef präsentiert wird, filtert in Echtzeit die Konversationen von Delegierten, die Twitter verwenden, um ihre Ansichten zu teilen. Mit dem Dienst werden auch die Auswirkungen und die Art der Kommentare von Nichtdelegierten seit Beginn der Debatten untersucht. Die Seite identifiziert auch Tweets und Tweeters anhand von Einflussebene und -stil. Derzeit haben öffentliche Akteure 1001 Tweets gepostet - eine Zahl, die mit Technologiepionieren gleich steht und von den Young Global Leaders mit 1'318 in den Schatten gestellt wurde, was den wachsenden Einfluss von Leuten ohne Staatsamt hervorhebt. KPMG veröffentlich täglich zusammenfassende Infografiken von Twitter-Trends in Davos auf kpmg.com/wef.

Die Wef-Organisatoren sind auch selber auf vielen sozialen Medien aktiv, neben Twitter unter anderem auf Facebook, Youtube und Flickr. Die Direktübertragungen von Podiumsveranstaltungen auf der Internetseite des Wef erfuhren allerdings eine vergleichsweise bescheidene Aufmerksamkeit: Die Zahl der Zuschauer lag oft bei rund 1000, zeitweise noch deutlich tiefer. (pd/sda)