Der weltgrösste Kabelnetzbetreiber Liberty Global will mit ihrer Tochtergesellschaft UPC Schweiz den Schweizer Markt für Internet, Fernsehen und Mobilfunk aufmischen und zur Nummer zwei im Schweizer Telekommarkt werden. Das schreibt die «SonntagsZeitung».
Womöglich sei schon bald genügend Geld da, um Salt oder Sunrise zu schlucken, sagt ein Manager von Liberty Global zur Zeitung. Die Übernahme eines der beiden Konkurrenten würde die empfindliche Lücke im Mobilfunkgeschäft schliessen, wo UPC nur 100’000 Kunden hat. Liberty Global würde hinter der Swisscom zur Nummer zwei in der Schweizer Telekommunikation aufsteigen.
UPC Schweiz hat unlängst mit der Swisscom einen Vertrag abgeschlossen, wonach der Branchenleader ab kommendem Jahr Mobilfunkdienste für die Kunden des Kabelnetzbetreibers liefert. Der Deal sei «nicht exklusiv», betonte Mike Fries, der Chef von Liberty Global, als er am Donnerstag das Jahresergebnis des Kabelkonzerns erläuterte. Dieser schränke «strategische Gespräche oder Gelegenheiten» von UPC Schweiz in keiner Weise ein.
Fries sagt, dass der Schweizer Telekommarkt förmlich «nach Rationalisierung schreit». Es gebe daher «einige Optionen», wie UPC Schweiz «konsolidieren oder ein grösserer Player werden kann in diesem bestimmten Markt». Grösse spiele eine «wichtigere Rolle denn je». Liberty Global wolle weiterhin in «Kernmärkte» wie die Schweiz investieren, «wo wir einen Weg sehen, ein nationaler Champion zu werden», sagte Fries. (pd/maw)

