27.09.2012

Twitter

US-Manager meiden Social Media

Angst vor zu viel ungewünschter Authentizität.

Geschäftsführer in den USA vermeiden die Nutzung von Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Twitter, da sie befürchten, dann weniger authentisch zu wirken. Auch wollen sie die professionelle Distanz zwischen Kunden und Freunden weiter gewahrt sehen. Mehrere US-amerikanische Firmen haben sich soziale Netzwerke zur Aufrechterhaltung von Kundenbeziehungen und Zielverfolgung zu Eigen gemacht haben, Geschäftsleute selbst lehnen diese jedoch immer öfter ab.

Die Risiken, die Geschäftspersonen durch Social-Media-Plattformen befürchten, sind unter anderem Klagen, das Durchsickern von Geschäftsgeheimnissen oder verärgerte Kunden. Auch im deutschsprachigen Raum werden soziale Netzwerke im Geschäftsbereich noch viel zu wenig genutzt, erklärt ein Spezialist für systemische Online-Kommunikation. Der Experte sieht jedoch keinen zwingenden Bedarf für Geschäftsleute zu twittern. Menschlich bewege man sich auf privater Ebene, von Managern erwarte man vielmehr fachliche Inhalte. Unternehmensleuten fehlte auch die Zeit, soziale Netzwerke zu nutzen, sagt er.

Wenn Geschäftsführer soziale Netzwerke nutzen, dann dürfen die Kanäle nicht gemischt werden. Dahingehend sollte Privates und Berufliches getrennt werden. Geschäftspersonen, die eine Plattform geschäftlich nutzt, sollte sich auch als solche 'benehmen', so der Experte. Bei privater Nutzung sollte ein anderer Kanal herangezogen werden. Business-Leute laufen des Weiteren Gefahr, im Nachhinein unpassende adhoc gepostete Meldungen nicht mehr zurücknehmen zu können. Social Media müsse von Unternehmen systemisch verwendet werden. (pte)


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