Der Prix Mobilière 2014 geht an die 33-jährige Anna Hilti. Mit ihrer unkonventionellen und partizipativen Arbeitsweise, besondere Orte neu zu beleben, hat sie die hochkarätige Jury überzeugt. Die in Zürich lebende Liechtensteinerin hat sich gegen sieben weitere Nominierte durchgesetzt.
Anna Hilti wählt häufig ungewohnte Kunstorte, heisst es in der Mitteilung. In einem ehemaligen Coiffeursalon in Schaan (FL) hat sie getragene Kleider gesammelt und zu neuen Kreationen verarbeitet. Die Dorfbewohnerinnen und -bewohner haben die Textilien in einer Modenschau vorgeführt. Für ein anderes Projekt eröffnete Hilti in einer Galerie in Lustenau (A) das "All inclusive Body-Soul-Mind-Therapiestudio". Und letztes Jahr realisierte sie die Installation "Fanzines (Shifting Identities)", in der sie sich mit den Widersprüchen einer Identität beschäftigt.
"Frei, klug, unkonventionell und ideenreich sind die Arbeiten von Anna Hilti", sagt Dorothea Strauss, Juryvorsitzende und Leiterin der neu geschaffenen Abteilung der Mobiliar für Gesellschaftsengagement und Kunst in der Mitteilung. Anna Hilti erhält den Prix Mobilière für ihr Gesamtwerk.
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Die Mobiliar möchte in Zukunft mit der Vergabe des Prix Mobilière vor allem junge Kunstschaffende auszeichnen, die durch ihre Werke Anschlüsse zu gesellschaftsrelevanten Themen aufzeigen und damit auch entscheidende Impulse für das Verständnis unserer Zeit geben.
Vor diesem Hintergrund lädt die Mobiliar jedes Jahr sieben Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler ein, jeweils eine junge Position für den Prix Mobilière zu nominieren. Aus dem Kreis der Nominierten wird die Preisträgerin, der Preisträger gewählt. Der Prix Mobilière, 1996 geschaffen, ist mit 15'000 Franken dotiert und mit einem Ankauf für die Sammlung der Mobiliar verbunden. (pd)
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