Das Zurich Film Festival (ZFF) wird Thema im Zürcher Kantonsrat. Weil das Festival in diesem Jahr 52 Prozent seiner Anteile an die NZZ-Mediengruppe verkaufte, fragt sich die BDP, ob Subventionen weiterhin angebracht sind.
Das ZFF ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Mittlerweile weist es ein Budget von 7,2 Millionen Franken aus. Um den Anlass zu ermöglichen, zeigten sich nicht nur Sponsoren grosszügig, sondern auch der Staat. Die Stadt Zürich steuert 350’000 Franken bei, der Kanton 230’000 und der Bund ab 2017 250’000 Franken.
Keine öffentliche Gelder für private Unternehmen
Vor einigen Wochen gab das ZFF bekannt, dass sich die NZZ-Mediengruppe zu 52 Prozent am Filmfestival beteiligt. Ihr gehört somit der Hauptteil der Veranstaltung. Bei der BDP wirft diese «strategische Partnerschaft» Fragen auf, denn schliesslich sei die NZZ ein privates Unternehmen, das auf Gewinn aus sei.
In einer Anfrage, die am Donnerstag publiziert wurde, will die Partei deshalb wissen, ob der Regierungsrat das Festival unter diesen Voraussetzungen weiter unterstützen will. Und wie er – falls ja – sicherstellen will, dass öffentliche Gelder nicht in privaten Unternehmen versickern.
Die Partei will zudem wissen, ob das ZFF einen Gewinn erzielt und ob der Kanton daran in irgendeiner Form beteiligt wird. (sda)

