Der langjährige Wegelin-Teilhaber Konrad Hummler wird die Publikation seines viel beachteten Anlagekommentars wieder aufnehmen. "Ich baue in St.Gallen eine kleine Organisation auf, die wieder alle sechs bis acht Wochen einen Anlagekommentar produzieren wird", sagt er gegenüber der "Bilanz".
Neu soll der Kommentar aber kostenpflichtig sein. "Ich stelle auf das Holprinzip um: Wer den Kommentar beziehen möchte, muss bezahlen." Die erste neue Version soll im Juni erscheinen. Bei der Bank Wegelin hatte der Anlagekommentar eine Auflage von 100'000 Exemplaren und wurde in vier Sprachen gedruckt.
Im Gespräch mit der "Bilanz" äussert sich der 60-jährige zudem zu einigen Denkfehlern, die während der Zeit bei Wegelin passiert sind. So gibt er heute zu, eine zu idealistische Vorstellung des Bankgeheimnisses gehabt und die Schweizer Territorialität überschätzt zu haben. Von Aktienempfehlungen und Finanznews hält Hummler deutlich wenig, bezeichnet diese sogar als unmöglich.
Eine zentrale Aussage in der Diskussion mit dem Wirtschaftsmagazin ist, dass Glück heutzutage unterschätzt werde und jene die es hätten, dieses als eigene Leistung verbuchen würden. (lf/"Bilanz"/Bild: Aargauer Zeitung)
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