29.09.2020

Serie zum Coronavirus

«Corona hat mit dem Entscheid nichts zu tun»

Folge 123: Christoph Bürge tritt als CEO beim Freddy Burger Management zurück. Er hat neue Pläne.
Serie zum Coronavirus: «Corona hat mit dem Entscheid nichts zu tun»
«Wir müssen lernen mit diesem unfassbaren Virus zu leben»: Christoph Bürge. (Bild: zVg.)
von Matthias Ackeret

Herr Bürge, Sie haben inmitten der Coronazeit bei Freddy Burger Management gekündigt. Ist dies nicht gerade der schwierigste Zeitpunkt?
Freddy Burger und ich haben uns gemeinsam schon vor Corona zu diesem Schritt entschieden Ich werde meine Funktion als CEO abgeben, Freddy Burger und dem Unternehmen auch in Zukunft verbunden bleiben, einerseits durch Mandate und durch gemeinsame Projekte. Corona hat damit nichts zu tun.

Was gab den Ausschlag für diesen Schritt?
Mit 58 ist es für mich der ideale Zeitpunkt, selbständig zu werden. Ich hatte eine tolle Zeit bei FBM, jetzt möchte noch ein paar Wunschprojekte umsetzen.

Was planen Sie künftig?
Zuerst geht es Ende Oktober mit meiner Frau und den Kindern auf eine zehnwöchige Reise und Anfang 2021 werde ich neue Projekte und die bestehenden Mandate in Angriff nehmen.

Ist eine mögliche Rückkehr ins TV-Geschäft eine Option?
Das TV- und Mediengeschäft wird mich immer interessieren, ich habe diese Luft während 25 Jahren intensiv eingeatmet. Operativ denke ich nicht, wenn dann unterstützend und beratend.

Wie wirkt sich Corona auf eine Firma wie FBM aus? Sind alle Tätigkeiten eingestellt?
Das trifft unsere Firmengruppe als führenden Public-Events-Veranstalter mitten ins Herz. Tourneen sind bis auf weiteres abgesagt, die meisten unserer Mitarbeiter gezwungenermassen in Kurzarbeit. Sie würden nichts lieber tun als zu arbeiten.

Wie könnte man der Veranstaltungsbranche helfen?
Einerseits durch staatliche Überbrückung, aber jeder einzelne kann helfen. Nämlich dadurch, dass er wieder Veranstaltungen besucht, selbstverständlich unter Einhaltung der Schutzmassnahmen. Wir müssen lernen mit diesem unfassbaren Virus zu leben, life goes on.

Ist staatliche Hilfe wirklich die einzige Möglichkeit, um das Überleben zu sichern?
Definitiv nicht, wir müssen uns gegenseitig unter die Arme greifen und unterstützen.

Trotz allem: sind bereits wieder neue Projekte für 2020 und 2021 geplant?
Für 2020 ist es schwierig, aber im 2021 freuen wir uns, wieder grossartige Veranstaltungen zu organisieren, natürlich immer unter der Prämisse, dass die Situation bezüglich Pandemie positiv entwickelt.

Wo haben Sie Ihre Ferien gemacht?
Im Sommer im Engadin und in Ungarn.

Was war für Sie persönlich das prägendste Erlebnis der letzten Wochen?
Der Besuch der Gemeindeversammlung von Mike Müller im Casinotheater, vor vollem Haus, alle Besucher trugen Masken und waren vom Dargebotenen begeistert, ich genauso. Es war ein Abend wie immer und doch anders.



Was bedeutet die Corona-Pandemie für die verschiedenen Akteure der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche? Bis auf Weiteres wird persoenlich.com jeden Tag eine betroffene Person zu Wort kommen lassen. Die ganze Serie finden Sie hier.

 



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