Deutschlands bekanntester Kabarettist ist tot. Dieter Hildebrandt, der wie kein anderer die politische Satire in der Bundesrepublik prägte, starb in der Nacht auf Mittwoch im Alter von 86 Jahren. Er erlag in einem Münchner Spital einem Krebsleiden.
Erst am Dienstag ist bekannt geworden dass Hildebrandt an Prostatakrebs litt und deshalb alle seine geplanten Auftritte absagte, berichtet kress.de. Diese Prognose habe er selbst erst im Sommer bekommen und war erst kürzlich, nach einem schwereren Rückfall, zurück ins Krankenhaus verlegt worden, so die NZZ Online.
Hildebrandt, geboren in Bunzlau, studierte und lebte in München und gründete 1956 die Münchner Lach- und Schiessgesellschaft. Bekannt wurde er mit seinen Sendungen "Nachrichten aus der Provinz" beim ZDF und "Scheibenwischer" bei der ARD (bis 2003). Er war bis zuletzt aktiv und machte im Frühjahr noch als Internet-Pionier mit seinem Störsender.tv-Projekt von sich reden, so kress.de weiter.
Kollegen und Politiker würdigten ihn als einen herausragenden Künstler. Als "deutschen Politkabarettisten par excellence" bezeichnete Franz Hohler seinen verstorbenen Kollegen. "Wir alle haben ihn für seine Scharfzüngigkeit
bewundert, für seine Fähigkeit, Politik in Pointen zu verwandeln", erklärte Hohler auf Anfrage der SDA.(ml)

